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Philipp Lahm offenbart in seinem Buch “Der feine Unterschied” Interna aus seinen Vereinen

So, jetzt hat sich Philipp Lahm also auch seine literarische Ader entdeckt. Es ist ja an für sich nichts Ungewöhnliches, wenn Promis,  Möchtegernpromis oder auch nonames wie ich der Ansicht sind, sie müssten der Öffentlichkeit Details aus ihrem Leben mitteilen.

Das eigentlich Interessante bei Lahms Buch „Der feine Unterschied“ ist aber, dass es darum bereits viel Wirbel gegeben hat, noch bevor die breite Masse es gelesen hat. So soll er darin unter anderem Interna über Geschehnisse in seinen Vereinen sowie der Nationalmannschaft preisgeben sowie Trainingsmethoden seiner ehemaligen Trainer an den Pranger stellen. Seine Aussagen sorgten für große Aufruhr und Empörung beim DFB; schnell wurden Gerüchte darüber laut, dass er als Kapitän der Nationalmannschaft nicht mehr tragbar sei und abgesetzt werden sollte. Doch am gestrigen Donnerstag ließ der deutsche Fußballbund verlauten, dass er von einer Bestrafung Lahms absehen würde, zumal dieser sich in einer Pressemitteilung bei allen entschuldigt hat, über die er Negatives geschrieben hat. Mit dieser Entschuldigung ist jetzt wieder alles gut? Na ja…

Es gibt allerdings einige Aspekte bei dieser Sache, die ich mir persönlich nicht erklären kann. Zum einen, was kann einen aktiven Spieler wie Philipp Lahm dazu bewegen, seine Biographie in Form von Lästereien zu schreiben? Hat er nichts anderes über sich und sein Leben zu berichten? Falls ja, hätte er es doch tun können; falls nicht, hätte er gar kein Buch schreiben müssen.

Wieso ist jemand wie Herr Lahm, der für Tausende Jugendliche eine Vorbildfunktion innehat, derart respektlos gegenüber seinen ehemaligen Vorgesetzten? Vorgesetzte wohlgemerkt, die es ihm erst ermöglicht haben, eine seine erfolgreiche sportliche Karriere voran zu treiben.

Und wie dumm muss man sein, negative Äußerungen gegenüber seinem Arbeitgeber (in dem Fall der DFB) zu machen? Jeder Arbeitnehmer ist doch zur Loyalität gegenüber seiner Firma beziehungsweise seinem Chef verpflichtet; gilt dies für Fußballspieler nicht? Keiner beißt doch die Hand, die einen füttert…

Irgendwie wirkt die ganze Aktion auf mich wie eine gut aufgezogene Werbekampagne für dieses Buch. Ich hätte nicht einmal gewusst, dass ein solches Werk auf dem Markt ist. Biographien von irgendwelchen Bayernspielern sind normalerweise nicht meine Lektüre, aber durch dieses ganze Theater bin ich richtig neugierig geworden, was Herr Lahm sonst noch so alles von sich gegeben hat. Ich könnte mir vorstellen, dass es vielen Menschen ähnlich geht – schon ist das Buch ein Bestseller. In diesem Zusammenhang finde ich den Kommentar von Frank Lamers sehr interessant, der hier zu lesen ist.

Wie denkt Ihr darüber: ist Lahms Buch ein Eigentor, das seiner Karriere massiv schaden wird, oder war es dringend notwendig, dass endlich mal jemand Interna ausplaudert?

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1 Kommentar

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