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Wenn Frisöre nicht auf Kundenwünsche eingehen – eine nicht ganz ernst gemeinte Erzählung

Jede Frau kennt sicherlich das Problem, einen Frisör zu finden, der a) bezahlbar  und  b) in der Lage ist, das Haarstyling exakt nach Wunschvorstellung zu gestalten. Nach jahrelanger Suche ist es mir endlich gelungen, solch einen Fachmann zu finden; einen südländischen Meister, nennen wir ihn Carlos.
Carlos und ich sind uns in der Regel immer einig, wie der fertige Haarschnitt aussehen sollen, mit einer Ausnahme: mein Pony. Zur Erklärung muss man wissen, dass es auf meinem gesamten Kopf nicht ein einziges Haar gibt, das länger als 10cm ist. So vertrete ich die Auffassung, dass wenigstens mein Pony lang genug sein muss, um zumindest meine Augenbrauen zu berühren. Leider ist Carlos diesbezüglich anderer Meinung, da in seinen fachmännischen Augen eine gewisse Konformität auf dem Kopf  gegeben sein muss. Das Schneiden fängt also ganz harmlos auf der linken Seite an. Sorgfältig arbeitet Carlos sich über den Hinterkopf zur rechten Seite vor, macht hier und da noch kleinste Korrekturschnitte. So weit, so gut. Doch dann ist er unvermeidlich an meinem wundesten Punkt angelangt. Unsere bisherigen Begegnungen endeten im Streit (er + ich), mit Mordgedanken (ich), mit einer wütend in die Ecke geworfenen Schere (er) sowie mit einem komplett ungeschnittenen Pony. Trotz unserer Differenzen kehre ich immer wieder zu ihm zurück, da er wirklich ein Meister seines Fachs ist.
Im November war wieder ein Besuch bei Carlos fällig. Alles wie gehabt: sorgfältiges Schneiden und sehr gute Stimmung, bis er meinen neuralgischen Punkt angelangt ist. Vor lauter Unruhe kaum in der Lage, zu atmen, rutschte ich immer tiefer und tiefer in meinen Stuhl. Besorgt starrte ich in den Spiegel und entspannte mich erst ein wenig, als ich feststellte, dass Carlos nur einige Millimeter meines Ponys abgeschnitten hat. Leider fielen mir diese kleinen Härchen in die Augen, so dass ich diese schließen musste. Auf diese Gelegenheit schien Carlos nur gewartet zu haben, denn er nutzte den Moment meiner Unaufmerksamkeit schamlos aus und schnitt beherzt  alles ab, was seiner Meinung nach nicht in meine Stirn gehörte.  Erneuter Sieger in unserem persönlichen Duell ist also schon wieder mein Frisör, und ich werde die Zeit bis zu unserem nächsten Aufeinandertreffen nutzen, um die übelsten Rachepläne zu schmieden.
…so war jedenfalls mein Plan. Doch leider bewies Carlos in der vergangenen Woche, dass er am längeren Hebel – bzw. in diesem Fall an der längeren Schere -  saß. Als ich das letzte Mal bei ihm zum Haareschneiden war, hatte er die bis dahin verstrichene Zeit genutzt, sich einen finalen Streich gegen meinen Pony auszudenken: er kam mit einer Art Messer an, welches angeblich dazu dienen sollte, dem Haar mehr Volumen zu geben. Dummerweise erkannte ich seine perfiden Absichten nicht und stimmte vertrauensvoll einer Behandlung mit ebendiesem Messer zu. Was mein Frisör mir verschwiegen hatte, war natürlich die Tatsache, dass man natürlich mit diesem Gerät auch durchaus das Haar kürzen kann, was Carlos mit wenigen Handstreichen eindrucksvoll bewies. Was nun folgte, möchte ich lieber für mich behalten, um nicht in die Kategorie der Amokläufer gesteckt zu werden…
Fazit:

  • Ich sehe aus wie ein Idiot und werde die nächsten 3-4 Wochen das Haus nur noch mit Mütze verlassen können.
  • Ich habe keinen Frisör mehr.
  • Carlos hat nach meinem Ausraster zwei Spiegel, einen Fön, eine Bürste und einen Schneidezahn weniger.
  • Ich werde mich mal informieren müssen, ob es vielleicht auch Fernstudiengänge fürs Frisörhandwerk gibt. Einen solchen werde ich wohl belegen müssen, denn ich bezweifele, dass ich so schnell wieder jemandem vertrauen kann, der eine Frisörschere in seinen Händen hält…

 

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