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Wenn Katzen einem auf der Nase herumtanzen…

Wenn es in verschiedenen Bereichen ums Kräftemessen geht, sind die Gegner gewöhnlicher Weise mehr oder weniger gleich stark. Ob es Boxer sind, die in derselben Gewichtsklasse antreten; Fußballer, die in derselben Liga spielen oder Rennfahrer, deren Autos so ziemlich gleich viel PS und technische Schikanen haben. Ich persönlich muss seit Jahren einen täglichen Kampf gegen einen „Gegner“ ausfechten, der eigentlich aus einer ganz anderen Liga stammt: gegen meine Katze Pixi, und zwar, wenn es um Katzenfutter geht.
Auf den ersten Blick scheint das Kräfteverhältnis klar verteilt zu sein: Pixi ist 5 Jahre alt, 30 cm groß, 4 kg schwer, verdient kein Geld und lebt bei mir. Ich bin 38, 1,70 m groß, wiege 55 kg, verdiene mein eigenes Geld und biete meinen Katzen ein Zuhause. So sollte sich Pixi – wie die anderen beiden auch – zumindest dahingehend mir unterordnen, dass sie das isst, was ich ihr serviere. Aber leider tut sie genau das nicht. Die kleine Madame hat ganz genaue Vorstellungen davon,  was sie essen möchte und was nicht; dummerweise fallen fast 99 % der herkömmlichen Katzenfutter in die zweite Kategorie…
Als sie eine Babykatze war, verlief die Fütterung reibungslos. Auf dem Bauernhof, von dem sie stammt, bekam sie günstiges Katzenfutter, vermischt mit gekochten Kartoffeln, und offenbar hat sie es gegessen, denn sie wirkte nicht unbedingt unterernährt. Als sie dann zu mir kam, kaufte ich ihr schönes Babykatzen- beziehungsweise Katzenkinderfutter. Damals hätte ich schon misstrauisch werden müssen, denn manche Geschmacksrichtungen ignorierte sie komplett. Ihre Mäkelei hielt sich allerdings noch in Grenzen.
Als sie älter wurde, entdeckte sie ein ganz besonderes „Schmankerl“ für sich: das Reduktionsdiättrockenfutter von Maunzi. Prinzipiell hätte sie es ja essen können, aber in meinen Augen ist es ein wenig kontraproduktiv, jemanden mit solch einer diätetischen Nahrung zu versorgen, der diese nicht nötig hat. Also versuchte ich, ihr andere Futtersorten schmackhaft zu machen. Ich kaufte alles Mögliche: im Fachhandel, beim Tierarzt, im Supermarkt, selbst im Discounter – immer mit demselben Ergebnis: entweder Pixi verweigert es von Anfang an, oder sie aß es 1 – 2 Tage und verweigerte es dann. Ein wenig erfolgreicher verlief es mit dem Nassfutter; dort gibt es wenigstens 3 oder 4 Sorten, die sie mag (überflüssig, zu erwähnen, dass es natürlich die teuersten sind…). Inzwischen hat Madame Pixi 17 (!) verschiedene Trockenfutter ausprobiert – Favorit ist und bleibt das Reduktionsdiätfutter.
Was soll ich sagen? Ich gab mich geschlagen und bestellte einen großen Sack davon beim Tierarzt, obwohl außer Pixi keine andere Katze das verlangen danach hatte. Als ich damit dann nach Hause kam, grinste Pixi triumphierend. Ich schwöre Euch: wenn sie gekonnt hätte, hätte sie beidpfotig das V-Zeichen gemacht… Sie hatte gewonnen.
Um mich vollends zu demütigen, setzte sie noch einen drauf: am dritten Tag, als ich sie mit „ihrem“ Futter erfreuen wollte, schnupperte sie nur kurz daran und ging weg. Körper in Siegerhaltung, Schwänzchen hoch aufgerichtet – und immer noch das triumphierende Lächeln im Katzengesicht…

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