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Bauern gehen auf die Barrikaden

Meiner Meinung nach wird es langsam mal Zeit, dass sich der Staat was einfallen lässt. Grade Bauern haben es ja nun nicht grade leicht in der heutigen Zeit. Sie kämpfen um jeden Cent nur damit ihr „kleiner“ Hof noch existieren kann.

Mit einer Sternfahrt zur Siegessäule haben Bauern aus dem gesamten Bundesgebiet für faire Milchprese demonstriert. Mit ihren Traktoren legten sie Teile der Berliner Innenstadt lahm.

Zeitgleich mit den Bauernprotesten sicherte Bundeskanzlerin Angela Merkel den deutschen Landwirten nochmals Unterstützung zu. „Wir werden uns des Themas annehmen“, sagte sie. Sie wisse von den „extremen Herausforderungen“, vor denen die Landwirte stünden.

Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) sagte den deutschen Bauern Finanzhilfen zu. „Wir lassen die deutschen Bäuerinnen und Bauern nicht im Stich“, sagte Aigner bei der Demonstration an der Siegessäule. Es solle Zinsverbilligungen für längerfristige Kredite geben. Zinslose Kredite zum Vorziehen direkter EU-Beihilfen seien auch auf dem Weg.

Erstes Ziel erreicht: Entlastung beim Agrardiesel

eine erste Forderung wurde den Bauern erfüllt: Die deutschen Bauern werden beim Agrardiesel deutlich entlastet. Darauf einigten sich die Spitzen der Koalitionsfraktionen in Berlin verständigt. „Wegen der schwierigen aktuellen Situation der Land- und Forstwirte haben wir uns darauf geeinigt, dass alle landwirtschaftlichen Betriebe wieder von dem reduzierten Mineralölsteuersatz auf Agrardiesel von 25,56 Cent pro Liter profitieren“, erklärten Unions-Fraktionschef Volker Kauder (CDU), CSU-Landesgruppenchef Peter Ramsauer und SPD-Fraktionschef Peter Struck.

Der bisherige Selbstbehalt von 350 Euro je Betrieb bei der Rückvergütung der Mineralölsteuer entfalle auf zwei Jahre befristet, hieß es. Ebenso entfalle die Deckelung von maximal 10.000 Litern je Betrieb für zwei Jahre. „Wir werden die Land- und Forstwirte dadurch mit etwa 285 Millionen Euro im Jahr entlasten“, hieß es weiter. Diese Regelung solle schon für das Jahr 2009 gelten.

Auch in Frankreich gingen die Bauern auf die Straße: Zum zweiten Mal innerhalb einer Woche blockierten sie den Zugang zu Molkereien. Diesmal waren es 12.000 Viehzüchter, die den Zugang zu 81 Molkereien blockierten. Außerdem gab es wieder Protestaktionen vor Supermärkten. Die Bauern wollten damit wie die deutschen Landwirte Druck auf die EU-Agrarminister ausüben, die am gleichen Tag auf Initiative Deutschlands und Frankreichs über den Milchmarkt beraten sollten.

Seit März sind die Milchpreise für die französischen Bauern um 30 Prozent auf 21 Cent je Liter gefallen. Die Bauern wollen mindesten 30 Cent. Frankreich hat staatliche Vermittler für die Preisverhandlungen der Bauern mit ihren Großkunden eingesetzt.

(via)

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