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„Beat the blondes“ – besieg die Blondinen

Endlich hat uns das Fernsehen mal wieder gezeigt, mit was für sinnlosen Sendungen das Sommerloch gestopft werden kann. Nachdem wir Shows mit „Talenten“, Tieren und Hypnotiseuren überstanden haben, gab es eine weitere Sendung, die uns dazu treiben kann, den Fernseher aus dem Fenster zu schmeißen: „Beat the blondes – besieg die Blondinen“.

Diese Show sollte wohl dazu dienen, mit dem Vorurteil aufzuräumen, Blondinen seien doof. Mal abgesehen davon, dass dieses Vorurteil wohl immer bestehen wird, regt es mich persönlich total auf, den IQ eines Menschen aufgrund seiner Haarfarbe festzulegen. Mal ehrlich, was soll das? Natürlich gibt es wirklich dumme (oder sich dumm stellende) Blondinen wie diese Jordan von BB, aber deren eingeschränkter Verstand hat mit Sicherheit nichts mit ihrem Blondschopf zu tun. Es gibt ebenso viele dumme Rothaarige, Brünette, Glatzköpfe oder Schwarzhaarige, wie beispielsweise Ingrid (um bei BB zu bleiben). Dem gegenüber stehen aber mindestens ebenso viele „schlaue“ Blondinen; man denke nur mal an Sonja Zietlow mit ihrem gigantischen IQ. Soviel also zu der These, Blondinen seien blöd.

In besagter Show trat jedenfalls ein Mann (Jörg) gegen insgesamt 50 Blondinen an, und zwar jeweils gegen sieben und am Schluss gegen eine. Eine mir unbekannte und völlig unsympathische Moderatorin mit eiskalten Augen stellte eine Frage; hatte Jörg diese richtig beantwortet, wurde angezeigt, wie viele Frauen sie ebenfalls wussten. Für jede falsche Antwort erhielt der Kandidat eine bestimmte Geldsumme in seinen Jackpot; jede Frau, die korrekt geantwortet hatte, trat in Runde zwei erneut gegen ihn an.

Das Spiel plätscherte so vor sich hin. Die Moderatorin bemühte sich, gute Stimmung zu verbreiten; der Kandidat tat alles, um zu posen und sein in meinen Augen übertriebenes Selbstbewusstsein zu demonstrieren. Die Blondinen – naja, einige wurden ihrem Klischee gerecht, wobei ich vermute, dass sie sich absichtlich so präsentierten, wie es von ihnen erwartet wurde, denn eine von ihnen hatte sogar einen kleinen Hund dabei. Mit ihrer Allgemeinbildung hielt es sich gewissermaßen in Grenzen. Beispielsweise wusste keine der sieben, in welchem Land Napoleon sein Waterloo erlebte und wofür „Karat“ bei Diamanten steht. Offen bleibt natürlich, wie viele Brünette diese Fragen korrekt beantwortet hätten…

Schließlich blieben noch 18 Damen für die zweite Runde über. Jetzt ging es darum, dass Jörg nach und nach 10 Fragen gestellt werden sollten, die er beantworten musste. Jede Blondine, von der er ebenfalls die Antwort erfahren wollte (er konnte sich seine Gegnerinnen aussuchen) und die sie  nicht wusste, flog raus. Hätte er gegen alle bis auf drei gewonnen, wäre der Jackpot in Höhe von 3475,-€ seiner gewesen; bei 18 rausgespielten Damen hätte er ein Auto gewonnen. Hätte, denn der brünette Jörg bewies in dieser Runde, dass es mit seinem Allgemeinwissen nicht besonders weit her ist Das Ende vom Lied war, dass er drei Fragen falsch beantwortet und somit das Spiel verloren hatte. Lediglich eine einzige Blondine hatte er heraus spielen können; die restlichen 17 durften sich den Jackpot teilen.

War also wieder nichts mit „Blondinen sind doof“. Vielleicht wird solch eine Sendung, so idiotisch sie in ihrem Konzept auch sein mag, ein wenig dazu beitragen, dieses Vorurteil zu relativieren. Würde mich freuen – auch wenn ich dunkelhaarig bin. 😉

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