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Die Wechselmöglichkeit für Kfz-Versicherungen ist zu Ende

So, der November ist ja nun zu Ende und damit glücklicherweise auch eine Beschäftigung, die sich in den letzten Wochen in meinem Bekanntenkreis zu einem wahren Volkssport entwickelt hat: dem Streben nach der günstigsten Kfz-Versicherung.

Ich muss sagen, dass Versicherungen etwas sind, über das ich mir generell keine großartigen Gedanken mache oder dass ich das Bedürfnis hätte, mich mit ihnen näher zu beschäftigen. Doch mit dieser Einstellung stand ich in den vergangenen Tagen mutterseelenalleine da, obwohl einige Punkte durchaus für einen Wechsel des momentanen Anbieters sprechen würden.

Punkt 1: ich kann verstehen, dass jeder so viel Geld wie möglich sparen möchte (ist ja eh alles teuer genug).

Punkt 2: in den Medien (insbesondere im Fernsehen) wurden wir ja oft genug daraufhin gewiesen, dass solch ein Versicherungswechsel absolut lohnenswert sein kann.

Punkt 3: es gibt wunderbare Portale im Internet, die nach Eingabe der persönlichen Kfz-Daten schnell und unverbindlich diverse Versicherungen anbieten, zu denen man in wenigen Schritten wechseln kann.

Alles schön und gut. Aber wo kommen denn die ganzen Versicherungen her? Manche Menschen wechseln ja sogar jährlich, und dies bedeutet ja wohl, dass ständig neue Anbieter auf dem Markt erscheinen. Verständnis kann ich ja auch noch dafür aufbringen, wenn man ein solches Portal besucht, sich ein günstiges Angebot heraussucht, dieses überprüft und für „wechselwürdig“ befindet. Alles in allem dauert dieses Procedere vielleicht 30 Minuten. Nicht nachvollziehbar ist für mich allerdings der Hype, der sich bei manchen Menschen aus solch einer einfachen Sache entwickelt hat. Es wird diskutiert, berichtet, nochmals recherchiert, abgewogen, sich mit anderen Versicherungs-Jumpern beraten etc. Mir wurde teilweise richtig angst und bange, wenn ich Gesprächen von üblicherweise normalen Menschen zuhörte, die auf einmal Stunden damit zubrachten, Angebote zu vergleichen – um am Ende sage und schreibe 15,- € pro Jahr zu sparen…

Als mein persönliches Highlight würde ich den Moment bezeichnen, als ein Kollege von mir voller Freude berichtete, dass er eine Seite im Internet gefunden hatte, auf der die Preisvergleichsportale verglichen und beurteilt wurden. Als er mir diesbezüglich auch noch Tipps geben wollte, beschloss ich, mir selbst ein Bild von der Angelegenheit zu machen. Ich gab also die Daten meines japanischen Flitzers in solch einem Portal ein und hatte nach circa zwei Minuten eine sehr übersichtliche Auflistung diverser Versicherungen. Tatsächlich – das muss man fairerweise sagen – lag zwischen dem günstigsten Anbieter und meiner Versicherung eine Differenz von fast 80,- € pro Jahr – und das zu denselben Konditionen. Aber (und das ist ein ganz fettes ABER) fast alle Versicherungen, die günstiger waren als meine, waren absolute Nonames. Was nützt es mir, wenn ich zwar Jahresbeitrag spare, aber nicht weiß, wie sich solch eine Versicherung im Schadensfall verhält? Oder wenn sie mangels Kunden pleitegeht? Bei einer Versicherung wie meiner bin ich auf der sicheren Seite. Trotzdem habe ich dort höflich angerufen und gefragt, ob sie mir beitragsmäßig ein wenig entgegenkommen könnten, wenn ich bei ihnen bliebe. Konnten sie  nicht, aber ich erhielt als Dankeschön für meine Treue einen Tankgutschein in Höhe von 30,- €. Das ist doch fair, oder?

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