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Die Wildtierhilfe in der Lüneburger Heide e. V. hilft heimischen Wildtieren und Exoten in Not

Weitaus weniger bekannt als Tierschutzvereine, die sich mit der Betreuung und Versorgung von Haustieren beschäftigen, sind die Vereine, die sich um Wildtiere kümmern. Das ist insofern sehr schade, als dass dieser Bereich des Tierschutzes nicht minder wichtig ist.

Die Wildtierhilfe Lüneburger Heide e. V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, heimische Wildtiere, die verwaist, verletzt oder ausgesetzt wurde, wieder aufzupäppeln und auszuwildern. Dieser Verein wird zwar eine vom Land Niedersachsen anerkannte Auswilderungsstation, finanziert sich aber ausschließlich durch Spenden. Mit diesen Spendengeldern werden aber nicht nur Medikamente und Futter finanziert, sondern auch die Instandhaltung des Anwesens sowie die Renovierung beziehungsweise der Ausbau der Gebäude.

Mitten in der Lüneburger Heide, auf einem circa 50.00m2 großen Gelände, werden die hilfebedürftigen Tiere rund um die Uhr gepflegt, die im Übrigen nicht nur aus der Region, sondern aus ganz Norddeutschland kommen. „Lernen für die Freiheit“ lautet das Motto der Wildtierhilfe – damit ist eigentlich das gesamte Projekt schon erklärt. Es ist nicht im Sinne des Vereines, die Tiere dort zu horten, sondern sie optimal zu versorgen und nach ihrer Genesung wieder in ihren ursprünglichen Lebensraum zurückzubringen. Bei Rehen, Bussarden oder Füchsen ist diese Auswilderung nicht allzu schwierig zu bewerkstelligen, aber gelegentlich kommen auch Exoten in die Wildtierhilfestation. Diese Tiere oder Reptilien wurden von ihrem Besitzer entweder nicht artgerecht versorgt, gehalten oder ausgesetzt, oder bereits gleich nach ihrer Ankunft in Deutschland vom Zoll beschlagnahmt. Ein passendes neues Zuhause für sie zu finden kann sich schwierig gestalten, beispielsweise bei Wasserschildkröten. Oft genug werden sie einfach ausgesetzt, weil sich die niedlichen kleinen Jungkröten, die kaum größer als eine 2€-Münze sind, innerhalb weniger Jahre zu großen Tieren entwickeln, die quasi das Aquarium sprengen. Aufgrund der hohen Lebenserwartung der Wasserschildkröten können Zoos und Großaquarien nur eine begrenzte Anzahl an Aufnahmeplätzen bieten. Aber auch Schlangen haben es oft nicht leicht, ein neues Zuhause zu finden, weswegen sie oft Monate in der Wildtierhilfestation verweilen müssen.

Ich persönlich finde diesen ehrenamtlichen Verein total klasse und auch dringend notwendig, zumal die Gefahren, die auf Wildtiere lauern, nicht weniger werden: Autos, Flugzeuge, Stacheldrahtzäune und Ähnliches stellen eine permanente Bedrohung für diese Tiere dar. Wenn Ihr in der Nähe seid, schaut doch einfach mal in der Wildtierhilfestation Lüneburger Heide vorbei und macht Euch selbst ein Bild von deren Arbeit: Mittelsterndorf 1 in 29614 Soltau.

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