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Drogeriekette Schlecker: Krise oder nicht?

Steckt nun der Drogeriediscounter Schlecker in der finanziellen Krise oder nicht? Seit Wochen machen diesbezüglich unterschiedliche Schlagzeilen in den Medien die Runde. Fakt ist, dass in den letzten beiden Monaten des Jahres 2011 weitere 600 Filialen geschlossen worden sind – leider auch sämtliche in meiner Umgebung befindlichen (das „leider“ bezieht sich im Übrigen nicht auf das Sortiment, sondern auf die sehr netten Verkäuferinnen, die jetzt auf Arbeitssuche sind…).

Das 1975 gegründete Familienunternehmen Schlecker war im Drogeriebereich jahrelang die Nummer 1 vor DM und Rossmann, und soll angeblich seit 2008 rote zahlen schreiben. Spiegelberichten zufolge wurden Millionen Euro Privatvermögen seitens der Familie in die Drogeriekette gesteckt, was ein Unternehmenssprecher aber dementiert. Seinen Aussagen zufolge sei in den umsatzstarken Jahren ein Polster geschaffen worden, welches es ermöglicht, weniger gute Jahre zu überbrücken. Zwei konträre Aussagen also…

Aber warum werden dann so viele Filialen geschlossen? Trotz Modernisierung scheinen die Schlecker-Märkte nicht die gewünschte Menge an Kunden heranzulocken. Allerdings steht auch fest, dass 2010 die Drogeriekette trotz erneutem Umsatzverlust europaweit immer noch 6,55 Milliarden Euro Umsatz gemacht hat, was meiner Meinung nach nicht wirklich nach einer Krise klingt. Gerade im Bereich des Versandhandels ist Schlecker nach wie vor einer der Marktführer – und die dortigen Angebote können sich sehen lassen. Leider habe ich keinerlei Erfahrungswerte mit der dortigen Verfügbarkeit der Produkte beziehungsweise mit deren Lieferzeiten. Was mir persönlich überhaupt nicht zusagte, war die Verfügbarkeit der Wochenangebote aus den Prospekten. Kam ich Montag früh in die Filiale, hieß es meistens: „Wir wurden noch nicht beliefert.“ Erschien ich Montag Nachmittag, bekam ich ein freundliches „tut mir leid, schon ausverkauft“ zu hören. Zur Verteidigung dieser Drogerie muss ich sagen, dass es sich bei besagten Filialen um kleine Dorflädchen handelte. Aber im Prospekt war nicht ersichtlich, dass ausschließlich größere Filialen diese Angebote führen würden… Viel eher kam bei mir der Verdacht auf, dass diese Angebote gar nicht in den Läden aufgetaucht sind.

Außerdem ist mir dies nicht ein Mal, sondern so häufig passiert, dass ich irgendwann das Interesse an Sonderangeboten dieser Drogeriekette verloren habe und bei meiner bevorzugten blieb. Aus meinem Bekanntenkreis weiß ich, dass ich nicht die einzige bin, der es so ergangen ist. Eigentlich schade für Schlecker, denn ein derartiges Procedere trägt nicht unbedingt dazu bei, seinen Kundenstamm zu vergrößern…

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