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DSDS- Superstar Mehrzad sagte Tournee ab

Der im April gewählte Superstar Mehrzad Marashi hat seine geplante Tournee abgesagt, weil zu wenige Eintrittskarten verkauft wurden. Das ist bestimmt sehr bitter für ihn. Offen gestanden habe ich, bevor ich diese Nachricht heute las, noch nie diesen Namen gehört.

Die erste DSDS Staffel habe ich fast komplett und die zweite hin und wieder gesehen. Da ich damals einen musikbegeisterten Teenager im Haushalt hatte, kam ich da nicht dran vorbei. Und die Show hatte ja auch ihre unterhaltsamen Seiten. Die Musik gefiel mir oft gut und manche Kandidaten hatten wirklich gute Stimmen. Die Art und Weise, wie die Entscheidungen verkündet werden, gefiel mir schon damals nicht. Zunächst musste man eine lange Zeit abwarten, bis verkündet wurde, wer ausschied und wer dabeiblieb. Dann wurde der Vorgang dermaßen dramatisiert und mit Schmalz versehen, dass es schon peinlich war.

Hin und wieder zappte ich auch mal in spätere Staffeln hinein. Thomas Godoj hat mir sehr gut gefallen. Es war richtig, dass er gewann. Als ich aber die CD hörte, die mit ihm danach produziert worden war, war ich entsetzt. Von der tollen Stimme war kaum noch etwas wahrzunehmen, weil sie in nichtssagenden Liedchen weggemischt worden war. Bei seinen DSDS- Auftritten hatte das noch ganz anders geklungen.  

Dass es in diesen Shows nicht mal in zweiter Linie darum geht, gute Sänger mit guter Musik zu präsentieren, sondern nur um Profit und Kommerz, hat mir das Anschauen gründlich vermiest.

Da werden junge Menschen verheizt, die mit Träumen von Berühmtheit und Reichtum in die Castings kommen. Durch überzogene Kulissen wird ihnen eine Grandiosität vorgegaukelt, die die meisten von ihnen niemals haben werden. Ich hoffe nur, dass im Kantinenessen der Sender nicht auch noch Drogen ins Essen der Kandidaten gemischt wird, damit sie bestens funktionieren und so die Kassen von Bohlen und Co. füllen.  

Ich bin auch davon überzeugt, dass die Entscheidungen über das Ausscheiden nicht von den Zuschauern getroffen werden, sondern dass diese von Marketingexperten getroffen werden nach Angebot und Nachfrage. Das, was sich gut verkauft und die Einschaltquoten sichert, bleibt, das nicht  publikumswirksame muss gehen, auch wenn das Talent zum Singen groß ist.  

Nicht anders ist zu erklären, warum jemand wie Daniel Küblböck, dessen „Gesang“ man kaum ertragen konnte, der aber mit seiner seltsamen Art viel Aufmerksamkeit erregte, es immerhin auf den dritten Platz geschafft hatte.

Schade um die Teilnehmer, die auf anderem Wege ihren Traum von einer Künstlerkarriere vielleicht auf solide Füße stellen könnten.

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