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Ein Geschenk, das keines sein sollte

Es gibt in dem Dorf, in dem ich wohne, einen Herrn, dem eine Menge Land in der Gegend gehört. Gleich neben unserem Grundstück besitzt er ein etwa zwei Hektar großes Stück Land, das seit Jahren nicht bewirtschaftet wird. Bisher war das eine wilde Wiese mit ein paar Büschen darauf und einer Fläche, auf der Pferdemist abgeladen wird.

Da viele Spaziergänger den Weg über das Land benutzen, hatte sich im Lauf der Zeit ein gut zu gehender Pfad gebildet.

In diesem Frühjahr war plötzlich ein Teil des Grundstücks gepflügt. Das machte das Gehen darauf schon etwas mühsam, vor allem bei Matschwetter. Später wuchs dann eine bunte Mischung aus allen möglichen Pflanzen. Ich dachte schon, es handele sich um Gründüngung oder um eine Anpflanzung für das Wild. Bei dem Besitzer handelt es sich nämlich um einen Jäger und die hegen ja bekanntlich das Wild, bevor sie es abschießen.

Man konnte jedenfalls an feuchten Tagen nicht mehr durch die Wiese gehen ohne nasse Schuhe zu bekommen. Einige Male habe ich dann auch den Umweg durch das Dorf gewählt, um trocken zu bleiben.

Vor Kurzem erzählte mir dann eine Nachbarin, dass der Herr Landeigentümer deshalb die Pflanzen gesät hat, damit die Spaziergänger nicht mehr über sein Land gehen. Was ihn daran stört, weiß man nicht genau, denn er benutzt es nicht. Und er selbst nimmt sich als Jäger das Recht heraus, auch schon mal Zäune niederzudrücken und über Privatgrundstücke zu latschen, wenn er auf Jagd ist.

Die Aktion hat aber zurzeit einen wunderschönen Nebeneffekt. Man kann bei dem trockenen Wetter prima den alten Weg gehen und es wachsen dort herrliche Blumen, die sich bestens für Sträuße eignen. Wie auf dem Foto zu sehen.

Ich danke dem Mann dafür, dass er diese Pflanzung angelegt hat, auch wenn seine Absicht dabei keine Gute war.

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