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Ein täglicher Kampf gegen Alltagsgegenstände

Tagtäglich sehe ich mich mit heimtückischen Alltagsgegenständen konfrontiert. Auf Schritt und Tritt scheinen sie mir Stolpersteine in den Weg zu legen, um mich an der Ausübung meiner geplanten Tätigkeiten zu hindern.

Dabei ist es nicht so, dass ich besonders tollpatschig oder ungeschickt bin. Nee, gar nicht. Vielmehr ist es so, dass sich bestimmte Gegenstände gegen mich verschworen haben, um mich als Deppen dastehen zu lassen.

Hier meine Top 10 der für mich am wenigsten erfolgreich zu gebrauchenden Gegenstände:

Regenschirme. Beim Verlassen eines Gebäudes in strömendem Regen befindet sich mein Schirm grundsätzlich dort, wo er es zwar schön warm und trocken hat, mir aber nicht im Geringsten von Nutzen ist: im Kofferraum meines Wagens. Sollte ich aus irgendwelchen glücklichen Umständen heraus dennoch im Besitz eines Schirms sein, ist dieser sehr, sehr unkooperativ. Entweder er klemmt von Vornherein und bleibt geschlossen, oder aber er klappt bei der nächstbesten Sturmbö zu und lässt mich im wahrsten Sinne des Wortes im Regen stehen.

Frischhaltefolie. Wer diese Folie erfunden hat, würde von mir definitiv keinen Orden dafür erhalten. Zwar ist sie äußerst praktisch zum Frischhalten, aber meist kann sie gar nicht zum Einsatz kommen, weil ich sie nicht abreißen kann. Generell verknüddelt oder verknautscht sie an der Stelle, an der sie abgerissen werden sollte. Das einzige, was an der Abreißkante der Folienverpackung beschädig wird, sind meine Finger oder gleich meine komplette Hand.

Zahnpastatuben. Früher, als sie noch aus Metall hergestellt worden sind, konnte man sie in den meisten Fällen bis zum Ende ausdrücken. Die heutigen Tuben aus Kunststoff sind da nicht so großzügig – zumindest bei mir nicht. Wenn ich sie ordentlich presse und drücke, schaffe ich es entweder, dass ihr gesamter restlicher Inhalt quer durchs Badezimmer spritzt. Oder aber die zur Tubenöffnung gepresste Zahnpasta nutzt einen unaufmerksamen und unkonzentrierten Moment meinerseits und rutscht eilig wieder zurück in die Tubenmitte.

Fliegenfänger, Fusselrollen, Paketklebeband. Obwohl in unterschiedlichen Bereichen eingesetzt, gehören sie alle derselben Kategorie an: zuerst findet man keinen Anfang bei ihnen; sollte dies nach einigen Anstrengungen irgendwie gelungen sein, kleben sie überall – nur nicht da, wo sie sollten. Ein ganz spezieller Fall ist das doppelseitige Klebeband, das unter Garantie an einem meiner Körperteile oder an meinen Katzen kleben bleibt – nur da gehört es leider nicht hin.

Saughaken. Laut Hersteller halten sie durch bloßes Andrücken auf einer glatten, sauberen Oberfläche wie Glas, Fliesen oder Spiegel. Dann können sie als Handtuchhalter, für Fenster- oder Wandbilder nutzen. Ich wünschte wirklich, einer dieser Hersteller würde mir dieses Prinzip mal in meinem Haushalt praktisch demonstrieren. Bei mir erfüllen sie generell nur eine einzige Aufgabe: sie rutschen – je nach Lust und Laune innerhalb weniger Minuten bis hin zu mehreren Stunden nach ihrem Anbringen – diskret zu Boden. Da spielt es auch keine Rolle, ob sie mit etwas belastet wurden oder nicht. Auch Hausfrauentipps, wie beispielsweise die Saugnäpfe vorher mit Spüle einzuschmieren, bringen bei mir rein gar nichts.

Bleistiftanspitzer. Im Laufe meines Lebens habe ich viele davon kennengelernt. Eines verband sie alle: ihr Wunsch, mich zur Weißglut zu bringen. Egal, ob Bleistift oder Kajal: die Stifte brechen beim Anspitzen ab und können so im Handumdrehen auf bis zu einem Zehntel ihrer ursprünglichen Größe schrumpfen.

Fliegennetze für Fenster. Deren Anwendungsbeschreibung klingt simpel und leicht in die Tat umzusetzen: auf gewünschte Größe zurechtschneiden, den Fensterrahmen gründlich reinigen, das mitgelieferte Klebeband an ihm befestigen und dann das Fliegennetz ankleben. Soviel zur Theorie. In der Praxis hingegen sieht es wie folgt aus: bereits das Anbringen des Klebebands verursacht Schwierigkeiten. Wenn es schließlich am Rahmen hält, beginnt das eigentliche Problem: das Anbringen des Netzes. Hält es an der linken Seite, fällt es rechts herunter. Klebt es oben, löst es sich unten, usw. usw. usw. Sollte es wider Erwarten tatsächlich mal überall halten, dauert dieser Zustand bei mir maximal einige Minuten. Kaum habe ich dem Fenster den Rücken zugewandt, liegt das Fliegennetz komplett unten.

Knoblauchreiben. Sie haben in etwa die Größe eines Fingerhuts und sollten eigentlich dazu dienen, Knoblauchzehen zu zerreiben. Das Dumme daran ist nur, dass ich mir damit eher die Finger aufreibe als alles andere. Händeln lassen sich diese Reiben ansonsten gar nicht. Ihre Löcher verstopfen nahezu sofort, so dass nach deren Benutzung eine Reinigung länger dauert, als wenn man eine komplette Knoblauchzwiebel manuell zerschneiden würde.

Katzenmilchflaschen aus Kunststoff. Habt Ihr schon mal versucht, solch eine Flasche zu öffnen? Ich sage Euch, dies ist ein Unterfangen, welches eigentlich schon im Vornherein zum Scheitern verurteilt ist. Diese Flaschen sind mit einem Metallplättchen verschlossen, bei denen der Versuch zu dessen Entfernung quasi nur zwei Möglichkeiten bietet: entweder der Zipfel, mit dessen Hilfe das Öffnen stattfinden soll, reißt ab – somit bleibt die Flasche zu und die Katzen durstig. Oder aber das Metallplättchen reißt mit solch einem Ruck ab, dass durch die Erschütterung mindestens 50% des Flascheninhalts quer durch den Raum spritzen. Ergibt nicht nur eine Riesensauerei, sondern ebenfalls unzufriedene, weil durstige Katzen.

Einkaufswagenchips. Ständig sehe ich rudelweise Menschen, die problemlos ihre Chips in Einkaufswagen stecken und sie ebenso einfach wieder herausnehmen können. Vermutlich bin ich die einzige Person auf der Welt, die diese Technik nicht beherrscht. Bei mir passen die Chips in den seltensten Fällen in den Wagen, und falls doch, dann nur mit roher Gewalt. Sollte ich dann tatsächlich in den Besitz eines Einkaufswagen gelangt sein, ergibt ich nach dem Einkauf ein erneutes Problem: der Chip kommt meistens nicht mehr heraus. Wenn doch –o Wunder – dann springt er so spontan aus der Öffnung heraus, dass er unter Garantie meterweit unter die Kolonne anderer Einkaufswagen rollt und für mich unerreichbar ist.

Ich wiederhole: ich bin weder ein Trottel noch ein Tollpatsch – aber einige Alltagsgegenstände machen mich fertig!

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