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Fast Food Verbot für Minderjährige

Das „Sommerloch“, wo immer es herkommt, führt beinahe jedes Jahr dazu, dass die obskursten Ideen von Politikern ihren Weg in die Medien finden.

Im Moment wird darüber publiziert, dass der FDP-Politiker Lotter angeblich ein Fast Food Verbot für Minderjährige einführen würde. Er hat das schon dementiert. Um ein Gesetz gehe es hier nicht.

Die Einhaltung eines solchen Gesetzes zu überwachen, würde ja wohl auch jeden Rahmen sprengen. Sollte man Polizisten vor jedem Burgerking oder McDonalds aufstellen, die Ausweiskontrollen durchführen? Und wer überprüft dann, was täglich so in deutschen Küchen zubereitet wird? Wer bestimmt überhaupt, was unter den Begriff Fast Food fällt? Soll es wie bei Tabakwaren Warnhinweise auf den Verpackungen geben wie z.B. „Der Inhalt dieser Dose kann zu Übergewicht und Diabetes führen“?

Ich bin mir sicher, dass die Ernährung mit Fast Food vor allem für Kinder schädlich ist. Die Verantwortung für die Essgewohnheiten ihrer Nachkommen haben ganz klar die erziehenden Personen.  

Die Politik könnte allenfalls dafür sorgen, dass an Schulen Kochen als Pflichtfach gelehrt wird. Doch obwohl im Wahlkampf immer sehr von den Kandidaten jeder Partei betont wird, dass besonderer Wert auf die Förderung der Bildung gelegt wird, gewinnt man bei einem Blick auf die Klassengrößen und die Verkürzung der Schulzeit bei Abiturienten eher den Eindruck, dass das Gegenteil praktiziert wird.

Wissen über Ernährung, Lebensmittelkunde und zumindest eine grobe Übersicht über die Gesundheitsrisiken durch minderwertiges Essen ist für mich ein wichtiger Teil der Allgemeinbildung.

Die Kennzeichnungspflicht bei Lebensmitteln könnte auf Speisekarten ausgedehnt werden, wo man hinter den Preis für Gerichte gleich den Gesamtkaloriengehalt angeben müsste.

Viele Kinder werden heute ja leider schnell abgefüttert, um dann wieder vor dem Fernseher oder Computer deponiert zu werden, damit die Eltern möglichst wenig Last mit ihnen haben. Dabei kann es richtig Spaß machen, mit Kindern gemeinsam zu kochen. Sie sind oft eifrige kleine Helfer und gemeinsame Aktivitäten fördern ja bekanntlich das harmonische Familienleben.

Vielleicht hat ja das Sommerlochthema wenigstens den positiven Effekt, dass manche Eltern sich mal Gedanken darüber machen, was sie ihren Kindern so auftischen.

2 Kommentare

  1. B.Scheid sagt:

    Ich finde es auch gut und richtig, sich mit der Gesundheit der Kinder zu beschäftigen. Aber kann man Mißstände mit neuen Gesetzen tatsächlich beseitigen? Vorschriften gibt es doch in Deutschland wahrlich genug.

  2. Schmaus konrad sagt:

    Ich finde es für gut und richtig.
    Bevor sich die Leute über die Gesundheit von Rauchern den Kopf zerbrechen, sollten sie sich lieber mit der Gesundheit ihrer Kinder und den Folgekosten für die Allgemeinheit beschäftigen.

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