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FC Bayern lieh dem BVB 2 Millionen Euro – und wieder fiel in China ein Sack Reis um

Seit vergangenem Wochenende steht Borussia Dortmund an der Spitze der Bundesligatabelle. Doch Fußballdeutschland spricht weniger über die wieder einmal herausragende Leistung des amtierenden Deutschen Meisters, sondern über eine Aussage von Uli Hoeneß, die er auf dem Fantreffen in Hamburg machte: der FC Bayern habe 2003 dem BVB 2 Millionen Euro geliehen, damit die Dortmunder die Gehälter ihrer Spieler bezahlen konnten. Und das ganz ohne Sicherheiten…
Na und? Jeder weiß, dass sich der BVB zum damaligen Zeitpunkt in extremen finanziellen Schwierigkeiten befand. Nach dem Championsleague-Sieg 1997 wurden circa 80 Millionen D-Mark in neue Spieler investiert, die sich dann aber nicht rentierten. Die damalige Vereinsführung unter Gerd Niebaum und Michael Meier führten den BVB fast in die Insolvenz; ein Schuldenberg von 98 Millionen Euro hatte sich angehäuft. Erst 2005 gelang es dem heutigen Geschäftsführer Watzke, die Pleite durch ein gut durchdachtes Finanzkonzept abzuwenden – in 1-2 Jahren will der Verein eigenen Angaben zufolge schuldenfrei sein.
Es ist auch bekannt, dass Hoeneß ein großes Herz hat, wenn es darum geht, anderen Vereinen finanziell zu helfen (beispielsweise St. Pauli und 1860 München). Doch was niemand in Fußballdeutschland verstehen will, ist der Grund, warum er ausgerechnet jetzt ein neun Jahre gehütetes Geheimnis ausplaudert. Eine offensichtliche Notwendigkeit hierfür gab es nicht, und so mehren sich die Spekulationen über seine Redefreudigkeit. Die einen sagen, es wäre der Neid, weil Dortmund nicht nur an der Tabellenspitze steht, sondern auch eindeutig die besseren Spiele zeigt. Obwohl ich alles andere als ein Bayernfan bin, möchte ich mich dieser Aussage nicht anschließen. Wenn dies der Grund sein sollte, hätte Hoeneß vor einem Jahr viel eher die Notwendigkeit zu einem solchen Bekenntnis sehen müssen, als der BVB Deutscher Meister wurde. Davon abgesehen ist es ja weder schlimm noch verwerflich, sich Geld zu leihen – moralischen Schaden anrichten kann Herr Hoeneß mit seiner Aussage wohl kaum, zumal der BVB diese Leihgaben nicht abstreitet.
Andere wiederum behaupten, Hoeneß hat nur einen Grund  gesucht, um Aufmerksamkeit zu erregen. Dies könnte ich persönlich mir gut vorstellen. Die Leistungen seiner Mannschaft sind sehr überschaubar, die Medien berichten lieber über Dortmund, Schalke oder Gladbach, und so ergab sich eine willkommene Gelegenheit, sich und somit sein Team mal wieder in den Mittelpunkt zu stellen.
Ebenfalls vorstellbar wäre, dass die Aussage von Hoeneß ein verbaler Ausrutscher war – wenn sie eben nicht von Hoeneß käme. Ein derart gewiefter Fuchs wie er sagt mal nicht eben so etwas „aus Versehen“…
Wie dem auch sei: dank seines Managers ist der FC Bayern München mal wieder in aller Munde – auch ohne spektakuläre Spiele zu absolvieren oder die Tabellenführung inne zu haben…

Im Übrigen fiel erneut in China ein Sack Reis um. Auch nicht uninteressant…

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