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Google Street View – Was ist das genau?

Der Dienst „Street View“ soll im Herbst nach Deutschland kommen. Datenschützer schlagen Alarm, weil sie darin einen massiven Eingriff in die Persönlichkeitsrechte sehen. In den USA gibt es diesen Dienst bereits seit 2008 und erfreut sich großer Beliebtheit. Und auch in anderen Ländern gibt es Street View bereits. In Deutschland sieht dies natürlich wieder anders aus, denn die Menschen haben Angst, dass zu viel von Ihnen oder Ihren Wohnräumen gezeigt wird.

Die Bildzeitung zeigt Fotos, bei denen Google wichtige Dinge wie Gesichter verschiedener Personen nicht unerkenntlich gemacht hat. Zudem wurde ein Bild gezeigt, auf dem eine Frau gerade ihren Ausschnitt in die Kamera hält.

Google hat bislang Widersprüche in fünfstelliger Höhe von besorgten Bürgern in Deutschland erhalten. Die EU-Justizkommissarin Viviane Reding hat Google bereits ermahnt, dass Datenschutzrichtlinien unbedingt eingehalten werden müssen.

Ich finde das eigentlich ziemlich peinlich. Mir kommt es manchmal so vor, als wenn Deutschland das einzige Land ist, wo man ständig Bedenken wegen irgendetwas hat. Der Datenschutz ist natürlich ein wichtiges Thema, aber es gibt halt so Dinge wo ich nicht unbedingt Sorge um den Datenschutz habe.

Es geht hier im Einzelnen darum, daß Google mit einem Kamerafahrzeug durch die Straßen fährt und diese filmt. Das entstandene Bildmaterial wird dann im Internet veröffentlicht und man kann dann quasi einen virtuellen Rundgang durch die Straßen machen. Ich finde die Idee ziemlich genial und gestehe ein, dass ich Street View sehr gerne benutze. Zusammen mit Google Earth gehe ich öfters auf virtuelle Reisen und schaue mir Orte an, wo ich vermutlich niemals direkt anwesend sein werde.

Datenschützer tragen nun die Sorge, daß durch diese Aufnahmen die Persönlichkeitsrechte verletzt werden. Google beteuerte zwar, daß Gesichter und andere persönlichen Dinge unerkenntlich gemacht werden, allerdings scheint dies noch nicht zu reichen. Willkommen in Deutschland.

Es geht zudem wohl noch darum, daß man über diese Aufnahmen ja Alarmanlagen und Einbruchsmöglichkeiten gefunden werden könnten.

Ich halte das für ziemlichen Quatsch, denn wenn jemand in ein Haus einbrechen möchte, dann wird er durch die Straßen fahren oder gehen und sich bestimmte Häuser ausgucken. Diese wird er dann sowieso genauer erkunden und spätestens dann sollte die Alarmanlage gefunden werden. Zudem sieht man auch dann andere Einbruchsmöglichkeiten.

Google hat außerdem gesagt, daß jeder auf Antrag sein Haus ausblenden lassen kann. Daher ist also niemand gezwungen, bei der Aktion mitzumachen.

Ich finde es eigentlich sehr traurig, dass in Deutschland offenbar so viele Menschen leben die an nichts anderes mehr denken können als an Datenschutz. Wenn man sich im Internet aber überall anmeldet, auf unverschlüsselten Seiten mit Kreditkarte bezahlt oder Punktesammelsysteme wie Payback oder die Deutschlandcard benutzt, dann denkt da niemand drüber nach.

Wer einen Widerspruch gegen die Veröffentlichung der Bilder vom Haus, der Wohnung oder dem Auto geltend machen will, der kann dies unter: deutschland@google.de machen oder einen Brief an: Google Germany GmbH, Street View, ABC-Straße 19, 20354 Hamburg schreiben.

Auf der Webseite vom Bundesverbraucherschutzministerium kann man hierfür Vordrucke bekommen.

1 Kommentar

  1. Tobi sagt:

    Streetview Ja wieso nicht, Google Nein nicht die schon wieder……

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