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Jogi bleibt

Diese bzw. eine ähnliche Schlagzeile stach mir ins Auge, als ich am Freitag Einkaufen war. Es war die Titelseite der Bildzeitung, die ich gesehen hatte. Da ich ein Fan unseres Bundestrainers bin, freute ich mich darüber.

Als ich in den Sportberichten des Fernsehens nichts weiter darüber vernahm, sondern in den Interviews weiterhin fröhlich von den Reportern nachgefragt und spekuliert wurde, kam mir der Gedanke, dass ich tatsächlich auf Deutschlands Boulevardblatt Nummer eins reingefallen war. Ich hatte den Artikel zu der Überschrift allerdings nicht gelesen.Vielleicht ging es gar nicht um Joachim Löws Zukunft als Bundestrainer. Möglicherweise bleibt er noch ein paar Tage in Südafrika, um Urlaub zu machen. Oder er bleibt bei seiner Marke für Kaschmirpullover, obwohl sie letztendlich nicht das Glück brachten, den Weltmeistertitel zu erringen. Oder er bleibt dabei, die Pullover ungewaschen zu tragen, weil seine Frau sich darüber beschwert hat, dass sie zuviel Handwäsche dadurch hat.

Vielleicht bezieht sich der Artikel aber doch auf den Vertrag mit dem DFB.

Sollte sich die Bildzeitung heimlich ein Gegenstück zu Orakel Paul zugelegt haben? Und dieser Oktopus ist zwar nicht in der Lage, den Sieger eines Fussballspiels vorauszusagen, aber den zukünftigen Bundestrainer und andere Personalentscheidungen. Wahrscheinlich wurde in den einen Behälter mit Muschelfleisch ein Foto von Joachim Löw getan und in den anderen eins von Matthias Sammer.  

Und beim nächsten Mal gibt es dann die Wahl zwischen Philip Lahm und Michael Ballack. Ich bin schon ganz gespannt.

Wie die Medien mit der Fussball WM 2010 umgegangen sind, finde ich teilweise sehr traurig. Ständig stellten Themen wie die Kapitäns-und Trainerfrage die sportlichen Leistungen unserer Elf etwas in den Hintergrund. Gestern abend z.B. nach dem schönen Spiel um den dritten Platz versuchte Waldemar Hartmann, das Augenmerk auf die Aussage Bastian Schweinsteigers zu Lahms Wunsch, auch nach der WM Mannschaftsführer zu bleiben, zu lenken. Er wollte offensichtlich auf Differenzen in der Mannschaft anspielen. Glücklicherweise gingen seine Gäste da nicht so recht drauf ein.

Ich finde es völlig okay, wenn Spieler unserer Nationalelf unterschiedliche Meinungen vertreten. Da gibt es glücklicherweise noch keinen Fraktionszwang.

Insgesamt fand ich die WM schön; vor Allem, weil Deutschland oft so attraktiv gespielt hat. Da kann sich manch anderes Team eine Scheibe von abschneiden.

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