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Kann man sein Schicksal ändern?

Letztes Wochenende erlitt der ehemalige Bundesliga- und Nationalspieler Dieter Eckstein einen Herzstillstand – und das ausgerechnet bei einem Benefizspiel zu Ehren des früheren Regensburger Torwarts Stefan Schmid, der mit gerade mal 31 Jahren verstorben ist.

Nach erfolgreicher Wiederbelebung befindet Eckstein sich jetzt wohl auf dem Wege der Besserung. Das Tragische an dieser Angelegenheit ist aber, dass der 47-jährige vom Schicksal arg gebeutelt zu sein scheint. Schon in ganz jungen Jahren wurde er Vollwaise und musste in einer Pflegefamilie aufwachsen. 1988 verstarb sein sieben Wochen alter Sohn, vier Jahre später brannte sein Haus komplett ab, 2001 erkrankte Eckstein an Hodenkrebs. Meiner Meinung nach ein bisschen viel Pech für einen einzigen Menschen. Natürlich haben wir alle unser Bündel zu tragen, aber es scheint mir, als hätten einige Menschen besonders viele Schicksalsschläge zu verkraften.

In diesem Zusammenhang stellt sich mir die Frage, ob „Schicksal“ wirklich etwas Unabänderliches ist oder ob man es in die eigenen Hände nehmen kann, wie es uns in Filmen wie „Final destination“ oder „Flatliners“  gezeigt wird. Belegt durch private Erfahrungen, habe ich darüber meine eigene Theorie: vor einigen Jahren saß ich im Garten und sah zufällig einen Marienkäfer, der von mehreren Ameisen weggeschleppt wurde. Er lebte aber noch und wehrte sich verzweifelt. Als geborener Tierschützer fühlte ich mich natürlich dazu verpflichtet, ihm zu helfen. Also besorgte ich mir einen langen, stabilen Grashalm und schubste mit dessen Hilfe die Ameisen weg. Erfolgreich; der Marienkäfer saß befreit neben mir. Was dann geschah, ist fast zu peinlich, um darüber zu berichten: ich machte eine unüberlegte Bewegung und trat versehentlich den Marienkäfer tot. So traurig das auch war, dies Erlebnis war Anlass für mich, mir Gedanken über das Thema „Schicksal“ zu machen. Die Zeit des Käfers war definitiv abgelaufen. Ob durch die Ameisen oder durch meinen Fuß – es war seine Bestimmung, an diesem Tag zu sterben.

Soweit meine Theorie. Zwar mag der Anlass hierfür banal sein und etwas kindisch wirken, aber seit diesem Erlebnis bin ich davon überzeugt, dass unser Schicksal unabänderlich ist. Wie denkt Ihr darüber?

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