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Körperpflegeprodukte sind absolut bezahlbar!

Gestern musste ich nach längerer Zeit mal wieder mit der U-Bahn fahren. Generell bin ich kein großer Freund dieses Transportmittels, weil ich das Gedränge und die Enge, die dort teilweise herrschen, nicht besonders mag.

Die ersten Minuten verliefen auch ohne größere Probleme, bis sich nach einigen Stationen eine Dame neben mich setzte, die – auf gut Deutsch gesagt – extrem gestunken hat. Ein Gemisch aus Schweiß, ungewaschenem Körper und alter Kleidung umwehte sie… dabei wirkte sie rein optisch ganz und gar nicht so, als ob sie kein Geld für Waschpulver beziehungsweise Deo hätte. Ich finde, eine derartige Geruchsbelästigung ist eine Zumutung – und leider kein Einzelfall. Derart ungepflegte Menschen sind bei beiderlei Geschlechtern,  in jeder Altersgruppe und in unterschiedlichen sozialen Schichten zu finden, um mit dem Vorurteil aufzuräumen, es handele sich bei ihnen um “Penner“. Beispielsweise eine Bekannte von mir: eigentlich eine sympathische Hausfrau und Mutter, Ende 30. Sie trägt drei bis vier Tage dasselbe T-Shirt, ungeachtet der Temperaturen und ihrer Tätigkeiten. Auf meine höfliche Frage hin, warum sie denn ihre Kleidung nicht mal wechsele, fuhr sie mich an: „Warum denn? Ist doch noch sauber!“ Au weia. Da möchte ich lieber nicht wissen, nach welchen Kriterien ein Unterwäschewechsel bei ihr stattfindet…

Natürlich gibt es krankheitsbedingte Gründe, warum manche Menschen riechen. Diese Personen können nichts dafür, bilden aber auch eher die Ausnahme. Es ist mir wirklich absolut ein Rätsel, wie jemand in der heutigen Zeit, wo Körperpflegeprodukte wie Deo und Duschgel wirklich nicht teuer sind, diese nicht benutzt. Ist es denn so schwer, ein Mindestmaß an Körperpflege zu betreiben? Es muss ja kein Markenparfum oder –aftershave sein, aber zumindest ein simples Deo (gibt’s in jedem Discounter für circa 60 Cent). Wie kann man sich persönlich denn wohl fühlen, wenn um einen herum die Schmeißfliegen schwirren und sich quasi heimisch fühlen? Ich kann es nicht verstehen. Klar, jeder von uns kommt in Situationen, in denen er extrem schwitzt – sei es durch körperliche Anstrengung, vor Angst oder vor Stress; ich bilde da keine Ausnahme. Aber erfahrungsgemäß ist es so, dass man niemals so intensiv stinkt, wenn man gewisse Grundregeln an Sauberkeit beherrscht: täglich duschen, Deo benutzen, Kleidung wechseln. Dann kann niemals solch eine Geruchsbelästigung entstehen.

Die Frau neben mir schien sich einen Spaß daraus zu machen, ihren Gestank im gesamten Waggon zu verteilen, denn immer wieder und anscheinend völlig grundlos hob und senkte sie ihre Arme. Leider war die Bahn so voll, dass ein Platzwechsel meinerseits nicht möglich war, und so litt ich still vor mich hin. Allerdings nicht lange. Die Frau schnaubte nämlich laut, und ihr extremer Mundgeruch ließ mich gnädiger Weise die Besinnung verlieren. 😉

Ich hoffe und bete, dass bei meiner nächsten U-Bahnfahrt für meinen Sitznachbarn Deo und Zahnpasta keine Fremdwörter sein werden…

1 Kommentar

  1. Mir graut es auch immer schon vor dem Sommer. Wenn ich in der Mittagspause durch die Stadt gehe und mir ein stinkender Mensch nach dem anderen vor der Nase herum läuft. Ich frage mich immer wieder wieso Menschen es nicht für nötig halten sich zu pflegen. Wenn ich sowie heute wieder am Haus gebuddelt habe schwitze ich auch und ich rieche bestimmt auch nach Schweiß aber es macht doch einen Unterschied ob man nach Schweiß riecht weil man eben gearbeitet hat oder ob man nach richtig alten Schweiß riecht. Oder was ich nicht verstehe, dass anderen Menschen mit fettigen Haare durch die Welt laufen. Duschgel und Shampoo kosten ja nun nicht die Welt, wenn man nicht unbedingt eine Marke nimmt.
    Ich hoffe für Sie, Frau Becker, dass Sie das nächste Mal mehr Glück haben wenn Sie mit der Bahn unterwegs sind.

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