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Kosmetikartikel ohne Tierversuche

Es gibt Dinge im Leben, die müssen einfach nicht sein – und zu denen gehören Tierversuche zu kosmetischen Zwecken.

Mal ehrlich: sind die Regale in den Kosmetikabteilungen nicht schon überlaufen genug? Gibt es nicht für jeden Haut- und Haartyp zig verschiedene Pflegeprodukte von zig verschiedenen Herstellern? Sogenannte „dekorative Kosmetik“ (sprich: Schminkutensilien) in hundertfacher Ausfertigung und in den allerkleinsten unterschiedlichen Farbnuancen? Wozu also noch Tiere quälen bzw. töten für die Erforschung und Entwicklung neuer Produkte?

Ich selbst war jahrelang im Tierschutz aktiv und würde niemals bewusst etwas tun oder unterstützen, was Tieren in irgendeiner Form schaden würde. Dementsprechend boykottiere ich den Kauf jeglicher Kosmetikartikel, die mithilfe von Tierversuchen hergestellt werden. Zwar sind diese offiziell seit einigen Jahren per Gesetz verboten, aber es gibt für die Hersteller weiterhin Schlupflöcher, dies Verbot geschickt zu umgehen. Es ist ihnen weiterhin gestattet, Tierprodukte in Kosmetika zu verarbeiten. Außerdem dürfen sie Rohstoffe, die neben der Kosmetikindustrie auch in der Medizin eingesetzt werden können, weiterhin an Tieren testen. Von daher kommt mir persönlich dieses Gesetz ein bisschen wie Augenwischerei vor, um die Bevölkerung zu beruhigen.

Glücklicherweise bieten Reformhäuser Cremes und andere Pflegeprodukte an, die nicht nur ohne Tierversuche, sondern auch ohne jeden Zusatz von tierischen Rohstoffen hergestellt werden. Der Nachteil daran ist nur, dass diese Produkte meistens sehr teuer sind (50ml Tagescreme kosten ca. 20€). Umso erfreulicher war darum vor einigen Jahren die Meldung, dass die großen Drogerieketten wie Rossmann und DM bei ihren Naturkosmetikmarken Alterra bzw. Alverde gänzlich auf Tierversuche und tierische Inhaltsstoffe verzichten. Erstaunlicherweise kosten Kosmetikartikel dieser Marken nur ein Bruchteil dessen, was man im Reformhaus für vergleichbare Artikel bezahlen muss. Dies gilt übrigens sowohl für dekorative als auch für pflegende Kosmetika.

Wenn auf einem Artikel das BDIH-Siegel (Bundesverband Deutscher Industrie- und Handelsunternehmen für Arzneimittel, Reformwaren, Nahrungsergänzungs- und Körperpflegemittel) für „kontrollierte Kosmetik“ steht, kann man sicher sein, dass es sich wirklich um ein Naturprodukt handelt. Die verwendeten Rohstoffe müssen überwiegend aus rein biologischem Anbau stammen. Dass auf Tierversuche und tierische Rohstoffe tabu sind, versteht sich von selbst.

Ich finde es wirklich schön, zu sehen, dass es tatsächlich Hersteller gibt, die im Sinne der Tiere und Tierschützer handeln, ohne dafür horrende Preise zu verlangen. Bleibt zu hoffen, dass immer mehr Kosmetikhersteller auf die Schiene der kontrollierten Naturkosmetik springen!

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