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LA Noire – Ein Fazit

So, die Xbox 360-Version von LA Noire steht durchgespielt in meinem Regal und ich bin beeindruckt, hingerissen und auch etwas (ein ganz klein wenig) enttäuscht. Doch alles in allem muss ich sagen: Was für ein Spielerlebnis!

Zu aller erst möchte ich mal zur Story kommen. Die Fälle, die man im Laufe der Polizeikarriere des Protagonisten Cole Phelps bearbeitet sind allesamt super geschrieben. Es ist wirklich kein Fall dabei, der schlecht oder auch nur „so naja“ ist. Am allermeisten hat mir ein Fall im Verkehrsdezernat gefallen, in der man die üblen Machenschaften eines Hollywood-Produzenten aufdeckt (ich will jetzt nicht zu viel verraten und spoilern). Das serielle Prinzip des Spiels ist wirklich mal etwas sehr angenehmes, da es echt hervorragend und konsequent durchgeführt wird. Das Spiel macht tatsächlich den Eindruck einer qualitativ überaus hochwertigen Fernsehserie mit Metahandlung.

Diese kommt allerdings erst relativ spät in Fahrt, wenn die ersten Fäden beginnen, zusammen zu laufen und was mir völlig schleierhaft ist, dass Frau und Kinder des Protagonisten so gut wie gar keine Rolle sehen, allein seine Ehefrau sieht man ganze zwei Mal im Spiel, die Kinder nie. Möglichkeiten klar verschenkt, doch die Story ist trotzdem mehr als überdurchschnittlich stark für ein Videospiel.

Die Grafik ist an sich nichts bahnbrechendes mehr, es kommt ab und zu mal zu Popups und die Texturen in der Umgebung sind hin und wieder etwas schwammig, doch das LA der 40er Jahre wurde wahnsinnig authentisch umgesetzt und dann sind da natürlich noch die Gesichter der Figuren, die mittels der Technologie MotionScan aufgenommen worden sind und die Verwendung von MotionScan hat sich absolut gelohnt. Zum ersten Mal kann man in einem Videospiel von richtigem Acting und nicht nur von Voiceacting reden. Und was das Acting angeht: Ausgezeichnet! Aus dem kompletten Cast an Schauspielern fällt für mich nicht einer raus. Der qualitative Durchschnitt des Casts ist großartig.
Enttäuscht war ich in dem Spiel vor allem von den Schießereien und der Steuerung des Protagonisten, die ganz schön steif und reaktionslahm ist. Die Schießereien waren einfach größtenteils wegen der Steuerung nicht so aufregend, zu einfach waren sie meistens auch und hätten auch noch besser inszeniert werden können, aber ganz ehrlich: In LA Noire geht es doch sowieso eher um die Verhöre und das Ermitteln und das ist so gut gemacht, dass ich wirklich hoffe, dass aus LA Noire ein Franchise gemacht wird.

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