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Leo Santillan Rojan gewinnt die 5. Staffel von „Das Supertalent“ – und was wurde aus den bisherigen Siegern?

Vergangenen Samstag fand das Finale zur RTL-Show „Das Supertalent 2011“ statt. Im Vergleich zum Vorjahr (8,23 Millionen Zuschauer) interessierten sich mit 6,45 Millionen Zuschauern verhältnismäßig wenige Menschen für den Ausgang der 5. Staffel dieses Sendeformats. Sieger und somit glücklicher Besitzer wurde der 27-jährige Panflötenstraßenmusiker Leo Santillan Rojas, der auf einem Pferd auf die Bühne ritt. Rojas, ein Indianer aus Ecuador, lebt seit 14 Jahren in Deutschland und bestreitet hier seinen Lebensunterhalt mit Straßenmusik:

Seine „Kunst“ begeisterte das Publikum und die Jury offenbar so sehr, dass sie ihn von den insgesamt 42.000 Kandidaten als den besten ansahen. Naja, über Geschmack lässt sich bekanntermaßen streiten… Sicher ist er sympathisch, und ich denke, dass er und seine Familie das Geld auch sehr gut gebrauchen können (wer könnte das nicht?!?), aber ich fürchte fast, dass gerade die häufige Erwähnung seiner Armut mit ein Grund gewesen ist, dass die Zuschauer für ihn gestimmt haben. Denn – ganz ehrlich – Musik wie diese begleitet einen bei fast jedem Einkauf im Supermarkt, im Flughafenterminal oder in der Warteschleife einer Telefonhotline; also nichts wirklich Außergewöhnliches.

Mal sehen, wie lange dieses „Talent“ Schlagzeilen machen wird.  Um die Sieger der anderen Staffeln ist es ja auch eher ruhig…

  • Ricardo Marinello, der Sieger der ersten Staffel 2007, veröffentlichte ein Album direkt nach seinem Sieg. Platz 22 der deutschen Charts – danach verschwand er aus der Öffentlichkeit.
  • Michael Hirte, der Mundharmonikaspieler, gewann 2008 die zweite Staffel. Bis heute veröffentlichte er fünf Alben, war zweimal für den Echo nominiert und erhielt zwei goldene Schallplatten – für ihn war das „Supertalent“ also wirklich als Karrieresprungbrett anzusehen.
  • Yvo Antoni und seine Jack Russel-Hündin PrimaDonna waren die Gewinner 2009. Leider waren die Anstrengungen und der Stress für die Hündin zu groß – sie zog sich nach dem Sieg aus dem Showbusiness zurück.
  • Im vergangenen Jahr gewann Freddy Sahin-Scholl das „Supertalent“. Nach dem Sieg verschwand er – trotz großer Bemühungen seinerseits, wie beispielsweise die Teilnahme am österreichischen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest – wieder in der Versenkung.

Alles in allem kann man nicht behaupten, dass „Talente“ wie diese sehr langlebig beziehungsweise längerfristig interessant fürs Publikum sind. Obwohl ich persönlich Panflötenmusik nicht mag, würde ich mich für Leo Rojan freuen, wenn seine Berühmtheit länger anhalten würde – gerade weil er so sympathisch ist…

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