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Lucky Luke-Hundeangriff auf Menschenherzen

Vor knapp 2 Jahren war ich nach einem hundelosen Jahr soweit, dass ich mein Leben wieder durch einen Vierbeiner bereichern wollte. Mein Partner war leider nicht begeistert. Er hatte den Abschiedsschmerz beim Tod unseres letzten Hundes noch nicht vergessen und wollte das eigentlich nie wieder erleben.

Wie es der „Zufall“ wollte, erzählte mir eine Freundin von einem Hund, der dringend aus ihrem Bekanntenkreis heraus ein neues Zuhause brauchte. Das Frauchen war ziemlich krank, konnte sich nicht mehr richtig um ihn kümmern und mußte ihn oft woanders unterbringen, weil sie im Krankenhaus lag. Leider wollte ihn niemand behalten, weil er schon 6 Jahre alt war, nicht gut alleine bleiben konnte und zudem Epilepsie hatte.

Ich fand, die Mischung aus Husky und Bordercollie klang interessant. Und auch das, was ich sonst über Lucky hörte, schien zu passen. Einige Eigenschaften fanden auch Anklang bei meinem Mann, z.B. dass er schmusig und verfressen sei, Stehohren und ein kuscheliges Fell hatte.

Da der Hund über 260 km von uns entfernt in Bergisch Gladbach wohnte, war ein persönliches Kennenlernen mit viel Zeitaufwand verbunden.

Ich verabredete mit der Besitzerin, dass wir Lucky zu uns nehmen und eine Probezeit von zwei Wochen haben, nach denen wir entscheiden, ob er bleibt.

Ich war ziemlich aufgeregt, als ich am 3. Oktober morgens um 7 Uhr losfuhr um ihn abzuholen. Obwohl mein Mann ja immer noch nicht so richtig für einen Hund war, baute er ihm aus Kissen und Decken einen großen Liegeplatz auf der Beifahrerseite seines Smart. Mitfahren wollte er so früh aber nicht.

Unterwegs plagten mich viele Zweifel. Was, wenn die Chemie nicht stimmt, wenn die Fotos nicht die Wirklichkeit zeigten, wenn er schlecht riecht und, und ,und…

Als an meinem Zielort die Wohnungstür aufging, kam mir ein wunderschöner, freundlicher und fröhlicher Hund entgegengewuselt. Beim Kaffee mit seinem Frauchen lag fast ständig sein Kopf auf meinem Schoß. Mein Herz war schon geklaut.

Aber was würde mein Mann dazu sagen? Eigentlich hatte er nur mir zuliebe und wegen der Probezeit eingewilligt, dass ich Lucky hole. Immerhin war er auch ein wenig gespannt, denn er rief mich unterwegs im Auto an uns wollte wissen, wie der Hund sei und wann wir zuhause sind.

Was dann zuhause passierte, werde ich niemals vergessen. Nachdem Lucky eine halbe Stunde bei uns war, sagte mein Mann zu mir, ich solle die Besitzerin anrufen und ihr sagen, dass die Probezeit vorbei sei und wir ihn behalten. Noch ein Herz geklaut!!

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