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Mit dem Kopftuch zur Arbeit

Vermutlich ist es einm heißes Thema, welches ich hier nun aufgreife. Allerdings beschäftigt mich dieses Thema so sehr, dass ich mich dazu entschlossen habe, darüber zu schreiben.

Was ist eigentlich, wenn eine Frau mit türkischer Abstammung mit einem Kopftuch zur Arbeit kommt? Sollte man dies verbieten? Wenn ja, dann warum? Und wenn man es nicht verbietet, wieso nicht?

Es ist ein Problem, welches schon seit Ewigkeiten auf diesem Planeten herrscht. Schon immer wurde Krieg deswegen geführt und jede Menge Blut vergossen. Zum Teil geht dies so weit, dass ganze Menschenvölker kritisiert werden. Keine Frage also, dass eine Lösung her muss, aber wie sollte man das geschickt anstellen?

Das eben geschilderte Problem findet aktuell in Dortmund statt. Dort hatte eine Frau eine Ausbildung zur Arzthelferin gemacht. Nach der Ausbildung wurde sie von der Praxis übernommen. Eines Tages ist sie dann mit einem Kopftuch zur Arbeit gekommenb. Ihre Chefin hatte sie aufgefordert dieses Kopftuch wieder abzulegen, aber die angestellte weigerte sich. Sie sagt, dass das Tuch ein Zeichen Ihrer Religion ist und über der Arbeit steht. Sie weigerte sich weiterhin und bekam dafür die Kündigung.

Die Begründung der Kündigung ist das Vertrauensproblem. Die Ärztin sagt, dass es für die Patienten dann Probleme macht, Vertrauen zu den Angestellten aufzubauen. Je mehr man einen Menschen sieht, desto mehr vertraut man ihm.

Der Fall wird aktuell vor Gericht geklärt ein Urteil gibt es noch nicht. Allerdings hatte das Gericht bereits gesagt, dass man sich daran gewöhnen muss, dass es mehrere Religionen gibt.

Meine Meinung hierzu ist eigentlich ziemlich klar. Ich finde, dass die Arztpraxis vollkommen Recht hat. Ich würde mich als Patient auch wohler fühlen, wenn ich die Leute die dort arbeiten etwas mehr sehen kann. Zudem sollte jeder wissen, dass man in seinem Beruf auch angemessene Kleidung tragen sollte.

Man stelle sich nun einmal vor, dass ein Versicherungsvertreter mit einer Jeans und einem Pullover zum Kunden fährt. Würdet ihr einem solchen Vertreter eine Versicherung abnehmen? Würdet ihr bei der Bank mit jemandem Geschäfte machen, der im Trainingsanzug da steht? Ich würde es nicht tun.

Ich respektiere wirklich jede Religion. Jeder soll an das festhalten was er für richtig hält, allerdings bin ich der Meinung, dass man sich schon ein wenig anpassen sollte. Ich kenne Berufe, da darf man nicht einmal eine Kette oder Ohrringe tragen. Auch hier müssen sich die Leute anpassen.

8 Kommentare

  1. Hallo Werner,

    sehr gut formuliert. Ich denke Du hast hier keinesfalls unrecht. Das Problem ist, daß es ein sehr schmaler Weg zwischen dem von Dir geschildertem und den Behauptungen des Rassismus ist.

    Ich sehe das Problem darin, daß man als Rassist bezeichnet wird, sobald man in dieser Sache seine Meinung äußert. Ich finde dies nun nicht gerade gut, da ich auch nicht jedem der ein Kopftuch trägt unterstelle, daß dieser Menschen ermordet oder ähnliches. Eher Gegenteilig: Ich interessiere mich sehr für andere Religionen, Glauben oder auch Lebensweisen. Allerdings, da stimme ich Dir zu, sollte ein Arbeitgeber schon die Möglichkeit haben, seinen Mitarbeitern vorzuschreiben, welche Kleidung dieser zu tragen hat.

    Fatima hatte das Beispiel mit der Nonne gebracht. Dies passt sehr gut. Auch eine Nonne könnte theoretisch nicht in ihrem gewöhnlichen Outfit bei einer Bank am Schalter sitzen. Ich finde man sollte hier eher die Realität betrachten als immer nur zu sagen „Ihr habt etwas dagegen, weil ihr Angst habt oder uns nicht mögt“ – denn das ist keineswegs der Fall.

  2. Werner Stoll sagt:

    Zitat: „Wir wollen nur Frieden“.

    Ja, der Islam ist Friede, Friede, Friede. Nur wer das nicht glaubt, wird mit Gewalt bekämpft.

    Allein im November 2009 haben 139 Attentäter im Namen des Islam 529 Menschen ermordet. Weltweit gibt es 10’000 Ehrenmorde pro Jahr, rechtfertigt durch den Islam. Im Iran: 200 Steinigungen von Frauen im 2009, gestützt auf den Islam, etc., etc.

    Kein Rassismus, keine Islamophobie, lediglich statistische Tatsachen. Und das Argument: „das hat alles nichts mit dem Islam zu tun…“ ist schlicht und einfach unglaubwürdig.

    Aber es geht hier nicht darum, was der Islam ist, sondern um die Frage der Arbeitskleidung. Und hier muss jeder Arbeitgeber (und somit der mit eigenem unternehmerischem Risiko Arbeitsplätze Schaffende) das uneingeschränkte Recht haben, selber zu entschieden welche Arbeitsbekleidung angemessen ist. Z.B. Anzug-/Kravattenpflichzt am Bankschalter, einheitliches Erscheinungsbild (sprich Uniform) für Zugsbegleiter und nicht zuletzt: KEINE OFFENSIV DARGESTELLTE SYMBOLE VON RELIGIONS-ODER SEKTENZUGEHÖRIGKEIT (ja, also auch keine orangen Bhagwantücher) an Arbeitsplätzen mit Kundenkontakt, sofern der Arbeitgeber das seine Kunden nicht zumuten möchte.

    Aber es gibt ja die Möglichkeit, selber unternehmerisches Risiko auf sich zu nehmen und selber Arbeitsplätze (mit oder ohne Kopftuch) zu schaffen. Es gibt weiterhin die Möglichkeit, einen Arbeigeber zu finden, der das Kopftuch seinen Kunden problemlos zumuten möchte (z.B. aufgrund seines Standortes in einem Parallelgesellschaftsquarter). Und nicht zuletzt gibt es als Alternative zur Arbeit selbstverständlich die Leistungen des Sozialstaates.

  3. fatima sagt:

    Salam, Hallo zusammen,
    Ich bin selber in so einer situation,trage seit kurzem das Kopftuch!
    Bin von Beruf Betriebsleiterin in einem Restaurant, ich habe mir oft von meinem Arbeitgeber sagen lassen das ich einen sehr guten job mache und wurde auch oft befördert hatte in der Firma als Servicekraft angefangen und hatte kein Studium sbsolviert.
    Bin jetzt innerhalb 2 Jahren so weit gekommen, lasst darauf schliessen das ich fleißig,zuverlässig,loyal,vertrauenswürdig usw bin sonst hätte ich solche beförderungen nicht erhalten.
    So jetzt erkläre ich meinem Chef der seinen sitz in einer anderen Stadt hat und meine Gäste nicht kennt ,das ich ab sofort das Kopftuch tragen möchte.
    Er war geschockt und hat damit argumentiert das es unzumutbar für die gäste wäre wenn die Leitung mit Kopftuch rumlaufen würde, quasi so als hätte ich nichts im Kopf sondern nur drauf.( 2 wochen zuvor hatte er mich gefragt ab ich nicht eine 2tes Restaurant leiten möchte)

    Was soll ich davon halten ?
    Ich mache einen guten Job und verstehe mich mit meinen Gästen sehr gut,einige haben mich schon mit Kopftuch gesehen und empfanden es nicht als negativ würden also weiterhin essen kommen!

    Wo liegt das problem ?

    Liegt es daran das man Angst hat ich würde eine Bombe mit mir rumtragen wie einige Medien den Islam darstellen?

    Ich trage mein Kopftuch nur aus respekt/glaube vor Allah swt ( Gott).

    Ich bin doch kein schlechter Mensch, zumindest war ich immer jedem sympatisch ohne Kopftuch ! wieso mit nicht ?

    Wieso fragt man mich nicht einfach wieso ,weshalb ,warum ich es trage ,anstatt mich sofort als schlecht abzustemmpeln ?

    Schade denn ich bin immernoch die selbe Person, nur mit mehr stoff auf dem Körper.

    Ein Muslim ist jemand der sehr viel Respekt vor anderen hat,er ist es der sauber ist weil er sich vor jedem gebet wäscht!
    Er lügt nicht,stehlt nicht,lästert nicht..und die Liste ist noch lang.

    Habt ihr davor Angst das wir 5 Mal am tag beten?

    Eine Nonne fragt auch niemand wieso sie sich verhüllt!
    Ein Emo…Punk…Hippi…usw wird auch geduldet!

    Na Ja ich bin Muslima das einzige was ich mache ist auf Allah swt vertrauen das er euch die Augen öffnet und euch eure Angst nimmt.

    Wir wollen nur Frieden.

    IN DIESEM SINNE

    SALAM U ALAIKUM

  4. Rajdie Saado sagt:

    @ miguel
    In einer demokratie ist es üblich, das jeder das machen kann was er will (solange es niemanden schadet).
    Ich bin mir sicher das es genug menschen gibt die auch in ein restaurant gehen, wo die bedienung ne glatze hat und voll tatöwiert ist! Ich jedenfalls achte bei restaurants mehr auf die qualität des essens, die freundlichkeit des Personals und auf das ambiente (und natürlich die preise), ganz sicher achte ich nicht vorrangig auf das aussehen der bedienung!

    Nur weil etwas „anders“ ist als das gewohnte heist es nicht das es schlechter bzw böse/ schlecht ist!

    Und zur das Thema anpassen etc
    — Wie ihr vielleicht wisst haben wir hier in Deutschland keine Leitkultur bzw die pflicht sich zu assimilieren! Es gibt punker, emo und all die anderen! jeder darf seine leben/ kultur so leben wie er will es kann hier nieman jemanden vorschreiben wie er zu leben hat bzw sich anzuziehen hat! natürlich muss man bei der arbeit auf angemessene kleidung achten, aber bei allem Respekt, was stört sie an ein stuck tuch uber den kopf eines fraues? Sieht das so unapetitlich aus?

    @ Werner
    Ich persönlih kenne keine Vorschrift die es artze/ helferinen verbietet ein Kopftuch zu tragen! nur weil es ein paar (oder viele) leute stört heist es nicht das man es verbieten kann/muss! und die argumentation des mangelndes Vertrauens die der arbeitnehmer in diesem fall angewendet hat ist mMn nur lächerlich!
    Solange die junge frau nicht unfreundlich zur ihren patienten ist, wird es normalerweise auch nicht an vertrauen zwischen patientin und artzhelferin fehlen!
    Ich denke ob man jetzt die haare der jugen frau sieht oder nicht durfte nicht das vertrauen zwichen patientin und artzhelferin stören!
    Mich würde es interessieren ob es ubrhaupt beschwerde, seitens der patientin, gegeben hat.
    aus dem text oben verstehe ich das die junge frau sofort aufgefordert wurde das kopftuch abzulegen, und das wurde darau hindeuten das es der chefin nicht um das vertrauen zwichen patientin/ artzhelferin geht sondern eher um was persönliches, wie z.b. hass auf kopftuch/ der jungen frau!

  5. Rajdie Saado sagt:

    Diese Argumentation (je mehr man sieht, desto vertrauensvoller soll man sein) ist sowas von lächerlich…
    Dann kann ma ja gleich alle artze usw feuern de noch kleidung tragen, es heist ja „je mehr man sieht, desto besser ist es“…
    lasst uns doch dann alle nackt rumlaufen, dann sind wir „vertrauensvoller“..
    Es ist sogar meiner Meinung nach besser das eine artzhelferin/ Artzin ihre haare verdeckt hat, ich mein wer kennt nicht das problem das lange haar schnell abfallen… deswegen wäre mir eine kopftuchtragende artzhelferin lieber als eine ohne… ich mag keine hare auf meine kleidung, geschweige den auf den geräten mit denen mein artz mich untersucht bzw behandelt!
    Der wahre Grund wird vermute ich jedenfalls, nicht das Kopftuch sein… oder denkt jemand di folgende falle stimmen auch?

    „Oktober 2009: Eine Sekretärin naschte vom Konferenzimbiss eine Frikadelle – und wurde deshalb nach 34 Jahren in der selben Firma gefeuert. Ein Gütetermin scheiterte, weil der Arbeitgeber nicht einlenken wollte.

    September 2009: Ein Bäcker bestreicht am Arbeitsplatz ein gekauftes Brötchen mit firmeneigener Paste im Wert von vermutlich unter zehn Cent – nach seiner Darstellung, um sie abzuschmecken. Sein Arbeitgeber wertet das als Diebstahl und wirft ihn raus. Das Landesarbeitsgericht Hamm hebt die fristlose Kündigung durch die Bäckereikette aber als unverhältnismäßig auf.“

  6. Werner Stoll sagt:

    Hallo Miguel, Massaoud wird dir nicht mehr antworten, denn das einzige Argument, das von Vertretern des Islam immer wieder in die Waagschale geworfen wird, ist das der Intoleranz, ja gar des Rassismus (Wie Massaoud hier wieder eindrücklich belegt). Einer inhaltlichen Diskussion, wie etwa der Frage, ob angemessene Berufsbekleidung (Ärztin, Polizistin, Bankberaterin, etc.) für die Dauer der Arbeistzeit höher zu gewichten ist als Religionsfreiheit, wird sich Massaoud mangels Argumenten nicht stellen. Das selbe Verhaltensmuster (Inhaltliche Diskussionsverweigerung, sofortiges Argument der Intoleranz) lässt sich durchs Band bei Vertretern des Islam beobachten.

  7. Hallo Massaoud,

    ich stimme Dir zu, dass ein weiter Ausschnitt nicht mehr Vertrauen in die Patienten erweckt. Allerdings ist, Du hast es bereits erwähnt, ein weiter Ausschnitt bei den Menschen eher bekannt wie eine Dame mit einem Kopftuch.

    Ich stimme Dir vollkommen zu, dass man sich sehr schnell ein Vorurteil bildet. Ich kann selber nicht erklären woran dies liegt. Vielleicht daran, dass man diese Religion oftmals mit Gewalt in Verbindung bringt? Ich habe wirklich keine Ahnung. Ich kann nur von mir sprechen. Ich sehe das ein wenig mit gespaltener Meinung. Zum einen sollte natürlich jeder seine Freiheiten haben und seine Religion ausleben können. Zum anderen habe ich aber bereits geschreiben, dass es diverse Orte gibt an denen man sich anpassen muss. Stell Dir mal eine Bedienung im Restaurant vor die voll mit Tatoos oder ähnlichem ist. Zudem hat sie ne Glatze und trägt ungewöhnliche Klamotten. Würdest Du Dich in einem solchen Restaurant wohl fühlen? Ich finde man sollte, zumindest auf der Arbeit, entsprechend gekleidet sein wie es der „standard“ verlangt. In diesem Fall wäre das ohne Kopftuch. Was meinst Du?

  8. Massaoud sagt:

    das würde ja heissen, dass eine arztheleferin mit tiefsitzendem dekkolté vertrauenserweckender ist?? das ich nicht lache.

    selbstverständlich kann eine kopttuchtragende arzthelferin vertrauenserweckend sein und gute arbeit leisten, wie jede andere auch.

    es geht hier gar nicht um vertrauen, sondern leider um „die islamangst“, die medien (allesamt, bis auf wenige ausnahmen) haben ein furchteinflössendes bild darüber gezeichnet, das sich bewusst oder unbewusst in den menschen widerspiegelt. es ist schon traurig zu sehen, das so eine neue form von RASSISMUS auftritt! ja ich nenne es beim namen ein latenter RASSISMUS!!

    der passus im grundgesetz zur religionsfreiheit würde bestimmt auch sehr gerne von einigen geändert werden.

    ich denke, dass das urteil zugunsten der dunja a. ausfallen wird, denn letztdlich zählen qualitäten und fähigkeiten im beruf und nicht das äußerliche erscheinungsbild.

    vertrauen wird übrigens zu geringstem teil mit der bekleidung vermittelt, vielmehr ist es wichtig in welcher tnlage man mit seinem gegenüber spricht, ob man ihm in die augen sieht, ob die mimik und gestik in der kommunikation stimmen und ander wesentlichere dinge als bekleidung.

    in einigen katholischen krankenhäusern gibt es auch schwestern christlicher und islamischer konfession, die beide ihre häupter bedecken.

    als muslim tut es weh ansehen zu müssen, wie uns die gesellschaft und medien abstempeln und uns schlecht machen und islam negativ darstellen. man sollte sich vielleicht den muslimen unvoreingenommen zuhören. von uns gibt es million in deutschland. islam ist nicht türkisch, arabisch oder weißdergeier!!

    gruß
    msd

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