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Neuer teurer Personalausweis ab November 2010

Seit dem 1.November gibt es einen neuen Personalausweis. Dieser enthält einen Chip, auf dem die Personendaten gespeichert sind.

Die Vorteile sollen sein:

Der Ausweis hat nur die Größe einer Kreditkarte, kann also besser in der Geldbörse untergebracht werden. Das  ist ziemlich praktisch.

Man kann Internetgeschäfte damit abwickeln. Das ist nichts Neues. Schon lange kann man im Internet Einkäufe tätigen, ohne sich dafür auszuweisen. Firmen dürfen ohne die Unterschrift des Käufers von dessen Konto abbuchen. Dass das möglich ist, hat mich eigentlich schon immer gewundert. Damit kann einiger krimineller Unsinn getrieben werden und das passiert ja wohl auch. Sollte allerdings der neue Ausweis dazu führen, dass Abbuchungen nur noch gemacht werden dürfen, wenn ein Kunde seine Signatur mittels der Karte gesendet und durch den Pin bestätigt hat, fände ich das ganz gut. Ich bezahle meine Waren immer durch Vorkasse oder bestelle auf Rechnung, sofern dies möglich ist.

Man kann durch die Möglichkeit der Identifizierung auch Transaktionen durchführen, für die man bislang ein Postidentverfahren brauchte. Die Eröffnung eines Kontos war z. B. daran gebunden und das fiele dann weg.

Der Ausweis hat für sich allein genommen diese Vorteile der Internetnutzung noch gar nicht. Denn zur Durchführung benötigt man ein Lesegerät, das an den PC angeschlossen wird. Dies muss man zusätzlich erwerben. 1,5 Millionen dieser Geräte subventioniert die Bundesregierung mit 24 Millionen €. Die werden aber nicht direkt an die Erwerber des Ausweises ausgegeben, was ja vielleicht Sinn machen würde, sondern über ausgewählte Firmen unter das Volk gebracht. Z.B. die Zeitschrift Chip und die Computerbild verteilen das Gerät als Beilage zu einer ihrer Ausgaben  kostenlos. Eine schöne Werbung für die Verlage. Es ist sicherlich Zufall, dass unsere Angela Merkel mit den Besitzern der Chip Hubert Burda und der Computerbild Friede Springer ein innigeres Verhältnis hat als mit vielen vielen anderen Bundesbürgern.

Der deutliche Nachteil des neuen Personalausweises liegt im Preis. Stolze 28,80 € kostet das gute Stück. Ohne Internetanschlußmöglichkeit. Ganz schön happig, finde ich. Aber es wird immerhin nichts extra berechnet, wenn man auch seine Fingerabdrücke auf dem Chip speichern lassen möchte.

1 Kommentar

  1. Weber Online sagt:

    Ich finde, dass der neue Ausweis sehr problematisch sein kann. Man gibt seine Fingerabdrücke an die Behörden ab und wenn man zufällig irgendwo war, kann man schon gewisse Problemme bekommen. Aber gut dass es ja nur für die ist, die es auch wollen. Auf den Reisepass ist es ja ein Muss, seit 2 Jahre. Das ist ja auch in ordnung, aber auf der normalen Bürgerlichen ausweis, finde ich es übertrieben. Gibt es meinungen dazu?

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