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Neues Gesetz für Hundehalter in Sicht

Jedesmal, wenn ein Hund einen Menschen schwer verletzt oder gar getötet hat, wird in den Medien ein Riesenwirbel gemacht. Anschließend gibt es dann ausgiebige Diskussionen darüber, wie solche Unglücke in Zukunft vermieden werden können. Spontane Maßnahmen werden ergriffen, um die Öffentlichkeit zu beruhigen. Meistens geht es um die sogenannten Kampfhunderassen, die unschädlich gemacht werden sollen.

In der Stadt, in der ich lebe, wurde die Hundesteuer für „Kampfhunde“ auf das Zehnfache der regulären Hundesteuer erhöht. Andere Bundesländer haben einen Maulkorb- und Leinenzwang für bestimmte Rassen erlassen. Außerdem gibt es den Wesenstest, der die Ungefährlichkeit eines Hundes feststellen soll. Vielfach war der Hundeführerschein im Gespräch. Keine der Vorschriften hat bisher dazu geführt, dass es keine Unfälle mehr gab.

Jetzt gibt es für Niedersachsen einen neuen Ansatz, der mehrere Teile enthält. Zum Einen sollen alle Hunde zur Identifizierung mit einem Chip versehen werden, der unter die Haut gepflanzt wird. Zum Anderen soll die Haftpflichtversicherung für Hunde ebenso Pflicht werden wie für Autos. Außerdem sollen Hundehalter, die noch nicht länger als zwei Jahre einen Hund halten, eine Sachkundeprüfung ablegen. Diese wird  aus einer theoretischen Prüfung bestehen, die Kenntnisse über richtige Ernährung und das Sozialverhalten von Hunden sowie Kenntnisse über Eigenschaften verschiedener Rassen abfragt. Dazu kommt eine praktische Prüfung, bei der der Hund Grundkommandos ausführen und an lockerer Leine gelassen mit Joggern und Menschenmengen  zurechtkommen muss.

Grundsätzlich halte ich es für sinnvoll, seinen Hund zu versichern. Meine Hunde waren immer versichert und ab und zu brauchte ich diesen Schutz auch.  Und auch ein Nachweis darüber, dass man sich mit Hunden auskennt, ist nützlich, vor Allem für den Hund. Gut finde ich auch, dass die Vorschriften auf alle Rassen angewendet werden sollen. Ich habe mich schon lange darüber geärgert, dass z.B. Schäferhunde aus den Diskussionen ausgeklammert wurden. Dabei haben die nach meiner Erfahrung oft eine Macke und sind unberechenbar.

Dass die o.g. Neuerungen auch nur irgendeinen Einfluss auf die Zahl der Tötungen durch Hunde haben, glaube ich allerdings nicht. Denn ich kann ja trotz aller Nachweise verantwortungslos mit meinem Tier umgehen. Es gibt ja auch jede Menge Menschen, die regulär eine Fahrerlaubnis erworben haben und trotzdem Betrunken oder wie die Henker Auto fahren.

1 Kommentar

  1. Zum einen möchte ich sagen, dass ich mit Schäferhunden aufgewachsen bin und Ihre Meinung nun überhaupt nicht teile. Jeder Hund der eine Macke hat, da sind wohl eher die Besitzer dran schuld. Kein Hund kommt böse auf die Welt, sondern werden durch falsche oder gar keine Erziehung so.
    Der Chip der unter die Haut kommt den gibt es schon lange und das man eine Prüfung ablegen muss, finde ich auch Blödsinn. Denn wer seinen Hund böse machen will der kann das so oder so tun. Er bringt ihm die Grundkommandos bei, macht seine Prüfung und was ist dann? Dann kann er seinen Hund abrichten oder das Üben der Kommandos schleifen lassen.
    Dass es eine Haftpflichtversicherungspflicht geben sollte, dass finde ich okay.
    Es heißt immer der böse Hund aber warum sagt niemand der böse Mensch? Die Menschen sind doch die jenigen die die Hunde so werden lassen.

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