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Neues Portal bietet die Möglichkeit, sich ein virtuelles Denkmal zu setzen: stayalive.com

Habt Ihr Euch schon einmal Gedanken darüber gemacht, in welcher Form Ihr nach Eurem Tode der Nachwelt in Erinnerung bleiben möchtet? Ich vermute, dies haben die wenigsten getan.

In der Regel ist es so, dass die Profile in den sozialen Netzwerken unkontrolliert bestehen bleiben. Da keiner sie bearbeitet beziehungsweise löscht, können sie ewig im Netz bleiben, auch wenn deren Besitzer schon lange nicht mehr unter den Lebenden weilen. Jetzt hat der Herausgeber des Focus Helmut Markwort eine geniale Idee gehabt: auf „stayalive.com“ haben User die Möglichkeit, sich sozusagen unsterblich zu machen. Bereits zu Lebzeiten legt man dort ein Profil für sich an, in dem man all das mitteilt, was unvergessen bleiben sollte. Der Vorteil daran ist, dass man selbst bestimmen kann, was berichtet werden soll. Doch nicht nur für sich selbst, sondern auch für bereits Verstorbene kann man bei „Stayalive“ einen virtuellen Nachruf gestalten, inklusive Fotos und Dokumenten.

Auf den ersten Blick mag das Ganze ziemlich makaber klingen, aber letzten Endes – was spricht gegen solch ein Portal? Warum sollte man sich  nicht selbst ein virtuelles Denkmal setzen, um nicht vergessen zu werden? Im wirklichen Leben treffen viele Menschen ja auch Vorkehrungen für ihr Begräbnis beziehungsweise dessen Bezahlung; Sterbeversicherungen werden abgeschlossen, Grabplätze reserviert, Testamente geschrieben und manchmal wird sogar schon die Musik ausgewählt, die auf der Beerdigung gespielt werden soll. So bitter es auch ist: der Tod gehört nun mal zum Leben dazu, und auch wenn wir Vogel-Strauß-Politik betreiben und ihn ignorieren wollen, wird uns das nichts nützen. Eines Tages trifft es jeden von uns, und bevor fremde Menschen irgendein – eventuell unwahres – Geschwafel über mein Leben von sich geben (nach dem Motto „only the good die young“) mache ich dies doch lieber selber. Natürlich weiß man jetzt noch nicht, ob in 30, 40 oder 50 Jahren dieses Portal mitsamt seinen Profilen überhaupt noch existieren wird, aber dennoch ist die Idee an sich gar nicht so schlecht, sich dort zu verewigen.

Übrigens: für Haustiere gibt es schon längere Zeit virtuelle Friedhöfe!

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