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Probleme mit der Wärmepumpe und der Photovoltaikanlage

 

Dies ist ein Thema welches nicht so schön ist und welches mir in den letzten Tagen wirklich erhebliche Kopfschmerzen bereitet hat. Das Haus wird mit einer Luft/Wasser Wärmepumpe und einer Photovoltaikanlage mit ca. 6 kw ausgestattet. Das Ganze macht auch irgendwie Sinn, da eine Wärmepumpe in Kombination mit einer Fußbodenheizung sehr effektiv arbeitet. Allerdings sind diese Dinger trotzdem ein ziemlicher Stromfresser und daher bietet sich natürlich eine Photovoltaikanlage an.

Genau so ist das Haus also auch geplant und entsprechend kalkuliert. Wenn ich es richtig verstanden habe, dann ist es so, dass Allkauf die Wärmepumpen nicht selbst anbietet sondern dass diese eben „Bauseits“ erfolgen müssen. Man bekommt dafür dann eine Gutschrift, da die Allkauf-Gasheizung wegfällt.

Also haben wir uns auf die Suche gemacht und eine Firma gefunden. Diese Firma kann sowohl die PV-Anlage als auch die Wärmepumpe verkaufen und einbauen. Wir möchten hier keine Preise veröffentlichen um jedem seinen eigenen Spielraum zu lassen. Aber zumindest wollen wir über die Mehrkosten informieren, da diese unbedingt eingeplant werden müssen.

Kalkuliert wurden PV-Anlage mit 7 KW und Wärmepumpe mit einem festen Budget. Dieses war relativ hoch und wir fanden es plausibel und würden uns umso mehr freuen, wenn es großzügig kalkuliert wurde und später etwas „über“ bleibt.

Das erste Angebot welches wir erhalten haben war eine Mitsubishi Ecodan mit 11KW – der Preis für dieses Gerät war schon ca. 3000 Euro höher als kalkuliert. Da haben wir bereits das erste Mal geschluckt. Allerdings war das ja nur ein vorläufiges Angebot und daher haben wir das nicht so eng gesehen. Dann fragte ich bei der Firma am Freitag nach einem Angebot für die PV-Anlage. Da durch unseren Giebel weniger Dachfläche zur Verfügung steht, schrumpft die Anlagengröße der Photovoltaik von 7 KW auf knapp unter 6 KW. Sie wird also etwas mehr als 1 KW kleiner.

Am Freitag bekam ich dann die Info, dass die Mitsubishi Ecodan nicht so das wahre ist (dabei hab ich im Internet nur gutes darüber gelesen) und man hat mir eine Junkers angeboten. Da ich selbst von Beruf Gas- und Wasserinstallateur bin kenne ich die Geräte von Junkers und empfinde sie persönlich als „Schrott“. Ich teilte der Firma meine Zweifel mit und man sagte mir, dass die Junkers aber den Vorteil hat, dass die Geräte an die Photovoltaikanlage angeschlossen werden können und demnach den Stromverbrauch etwas auf die PV-Anlage anpassen. So werden Dinge die viel Energie brauchen, wie zb. Legionellenschutz oder Brauchwassererwärmung bevorzugt dann gemacht, wenn die PV-Anlage auch gerade etwas Strom erzeugt.

Also habe ich um ein Angebot dieser Anlage gebeten und das Angebot der PV-Anlage mit jetzt einem KW weniger. Ich wollte mir die Junkers zumindest einmal anschauen.

Das Angebot kam dann auch und wir waren sehr erschrocken. So kostet jetzt die PV-Anlage mit 6 KW glatt 2.000 Euro mehr als die geplante und kalkulierte Anlage mit 7 KW. Die Wärmepumpe von Junkers hat plötzlich nur eine Leistung von 6 KW und hat den gleichen Preis wie die Mitsubishi.

Wir haben jetzt also jeweils kleinere Systeme angeboten bekommen und müssen mit ca. 5.000 Euro Mehrkosten rechnen. Dazu kommt, dass eine Leistung der Wärmepumpe mit 6 KW keinesfalls ausreichen wird. Das arme Ding wird ständig auf Volllast laufen müssen und uns die Haare vom Kopf fressen. Diese Tatsache in Kombination mit den Mehrkosten von 5.000 Euro ist für uns keinesfalls akzeptabel.

Da ich, wie gesagt, ebenfalls aus dem Beruf komme,  werde ich mich jetzt wohl selbst um die Wärmepumpe kümmern. Wegen der Photovoltaikanlage werde ich mir jetzt Vergleichsangebote einholen um zu schauen, ob das noch preiswerter geht.

Das ist jetzt wohl unsere größte Baustelle. Und ich kann an dieser Stelle nur raten: Vergleichen und sehr viel Zeit nehmen dafür. 🙂

Ich werde berichten, sobald ich etwas Neues weiß.

3 Kommentare

  1. Münch sagt:

    Hallo,

    es gibt ein/mehrere Systeme,
    hier werden Wärmepumpen von Mitsu. bedarfsgerecht
    durch einen Regler angesteuert.
    PV-Überschüsse werden mittels elektrischer Leistungsanpassun der WP
    (aktuelle Leistung PV abzüglich aller Hausverbraucher)
    in einem Pufferspeicher „saisonal“ gespeichert
    und anschließend wird die Energie bedarfsgerecht verbraucht für
    Trinkwasserbereitung und Heizung.
    Das System Steuert optional die komplette Heizung
    inkl. Bestandskessel und Zusatzheizungen wie beispielsweise
    wassergeführte Kaminkessel mit.

    Gruss

  2. Hallo,

    vielen Dank für Ihre Tipps. Ich denke auch, dass man sich unbedingt mehrere Angebote holen sollte. Der von Ihnen genannte Preis entspricht auch so in etwa meiner Vorstellung. Netto ist die Firma jetzt gar nicht so sehr viel teurer – aber zumindest vergleichen sollte man wohl doch.

    Ich freue mich, dass ich noch jemanden gefunden habe, der das so sieht, wegen dem Junkers-Gerät. Heliotherm sagt mir was – die andere kenne ich nicht. Da werde ich mal schauen, was das für Geräte sind.

    Haben Sie zufällig Erfahrungen mit der Mitsubishi? Ich habe im Netz über die Geräte nur gutes gelesen, aber ein Praxistipp wäre halt auch mal ganz interessant.

    Viele Grüße

  3. Hallo,
    was sagt denn ihr Chef dazu ? Ich rate Ihnen hier nicht auf einen daher gelaufenen Heizungsbauer zu setzen und stattdessen beide Anlagen von unterschiedlichen Firmen erstellen zu lassen. Junkers würde ich garantiert nicht wählen, da ist Mitsubishi sicherlich besser. Informieren Sie sich auch nacj Alpha Innotec oder Heliotherm, PV technisch sollte eine normale 6 kwp Aufdachanlage bei ca 9000 € netto liegen. Ob ich diese voll für die WP nutzen würde oder man hier nochmal splitten sollte und einen Teil der Anlagenleistung im Haushalt verbraucht ,muß man an Hand der tatsächlichen Leistungsdaten feststellen. Wenn Sie einen solchen Spezialisten erwischt haben,stelle ich erstmal alles in Frage. Suchen Sie sich bitte jemand proffessionellen, Ihre Kreishandwerkerschaft kann Ihnen weiter helfen.

    Mfg
    Thomas Münster

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