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Rauchverbot wieder verschärft

In Bayern hat ein Volksentscheid jetzt dazu geführt, dass das Gesetz zum Nichtraucherschutz wieder verschärft wird. In Zukunft wird es in den Kneipen und Discos dort keine Raucherräume mehr geben, lediglich auf geschlossenen Gesellschaften darf der Wirt das Rauchen zulassen. Wie durch Zauber bildet das Oktoberfest dieses Jahr eine Ausnahme; dort gilt das Verbot erst ab 2011, solange haben die Gastronomiebetreiber Zeit, „ihre Zelte umzustellen“. Es scheint sehr lange zu dauern, Nichtraucherschilder aufzuhängen.

Auf den gemeinen Wirt anderer Gaststätten wird nicht so viel Rücksicht genommen.

Ich bin ein Befürworter von Volksentscheiden und wünsche mir, dass diese in allen deutschen Bundesländern möglich sind.

Aber ich glaube, dass es viel wichtigere Probleme gibt, um die sich die Initiatoren von Volksbegehren kümmern sollten. Die Maßlosigkeit im Umgang mit unseren Steuergeldern durch unsere Politiker zum Beispiel. Oder der laxe Umgang mit dem Datenschutz von so mancher staatlicher Behörde.

Wenn es um den Schutz der Gesundheit geht, fallen mir ganz andere Dinge ein, die dazu beitragen könnten. Betrachtet man sich mal die Nahrungsmittel, die so auf dem Markt sind, dann gibt es viele, deren Dauerverzehr zunächst Gewichtsprobleme verursacht, die dann zu schweren Krankheiten wie Diabetes oder Herz-Kreislauferkrankungen führen können.

Das Gleiche gilt für Getränke, die nicht mal hochprozentig Alkohol enthalten müssen, sondern die durch ihren Gehalt an künstlichen Farb- und Geschmacksstoffen auf Dauer den Stoffwechsel schädigen können. Und oftmals sind auf den Etiketten auch noch Zusätze zu lesen, die stärkende oder heilende Wirkung verheissen- wie Wellness, Balance oder Zusatz von allerlei Vitaminen, die wahrscheinlich gar nicht die Wirkung haben wie in natürlicher Form aufgenommene.

Man könnte natürlich einwenden, dass die Menschen ja nicht gezwungen sind, dieses Zeug zu essen oder zu trinken. Das ist völlig richtig. Aber es ist auch kein Nichtraucher gezwungen in eine Gaststätte zu gehen, in der geraucht wird.

Ich finde, es ist eine Frechheit, einen Teil seiner Mitmenschen dermaßen zu bevormunden. Von den Politikern war es schon unverschämt, von den Mitbürgern ist es fast noch schlimmer.

5 Kommentare

  1. B.Scheid sagt:

    Ich habe nicht gesagt,dass Nichtraucher nicht in Kneipen gehen dürfen. Ich finde es gerecht, wenn Raucher und Nichtraucher gleichgestellt sind, indem Raucherräume weiterhin erlaubt sind.Das sollte man auch den Wirten überlassen. Dass in Bordellen nicht geraucht werden darf, wußte ich gar nicht,ist aber sehr interessant! Sie kennen sich ja gut aus.
    Demokratie bedeutet nicht automatisch, dass man beliebig Volksentscheide initiieren kann. In Bayern ist das möglich, aber in Gesamtdeutschland nicht. Hier muß man sich mit seinem Wahlrecht begnügen.
    Dass man vom Schokolade essen anderer Leute dick wird, wäre auch mir neu.Aber wenn die Politik und die aufbegehrenden Nichtraucher wirklich so sehr am Schutz der Gesundheit intessiert sind,dann sollten diese sich meiner Meinung nach nicht nur mit den Rauchern beschäftigen,sondern auch mit den anderen gesundheitsschädigenden Produkten,die so auf dem Markt sind.

  2. Nico Tin sagt:

    „Ich finde, es ist eine Frechheit, einen Teil seiner Mitmenschen dermaßen zu bevormunden.“

    Aber Sie finden es gerecht, wenn Raucher dies tun und fordern selbst, dass Nichtraucher nicht in Kneipen gehen sollen. Sie wissen doch auch noch, es wird und wurde in allen Kneipen (Kneipen! nicht im Getränkeausschank oder Essenausgaben von Altenheimen, Gymnasien oder Imbissen, Schwimmbädern, Bordellen, Sportheimen, Jugendherrbergen usw.. das sind „Ihre“ 90% rrauchfrei) geraucht. Daraus folgt, dass ein Nichtraucher keine Kneipen besuchen „darf“
    Anders herum ist auch kein Raucher gezwungen in eine Kneipe zu gehen und dort zu rauchen.

    Wenn Ihnen andere Dinge so am Herzen liegen, dann haben Sie in einer Demokratie die Freiheit selbst einen Volksentscheid zu initiieren und nicht alles auf andere abzuschieben.

    Auch habe ich noch nie gehört, dass jemals jemand von passiv Schokolade essen dick oder krank geworden wäre und das Schokoladenschwaden durch die Luft schweben und andere zum mitessen nötigt.

  3. tina sagt:

    Also es zwingt euch nicht-raucher auch niemand dazu in kneipen zu gehen wo geraucht wird wenn man schon so anfängt wo hört es denn dann auf.Und über die abstimmung wo Die Wahlbeteiligung mit gut einem Drittel niedrig war,brauch mann auch nicht drauf rum reiten.Warum überläst mann die entscheidung nicht den Wirt oder restaurant besitzern.Und in Öffentlichen gebäuden halt das rauchverbot.

  4. stefan sagt:

    Sorry, aber erstens wurde das Rauchverbot ja nicht wegen der NR notwendig sondern wegen der Intoleranz der Raucher. Zweitens muss kein Raucher (!) in eine Kneipe gehen, und drittens kann jeder Raucher kurz vor die Tür, der NR hingegen sein Atmen nicht einstellen.

    Ich finde es eine absolute Frechheit wenn ein Raucher entscheiden will was ich mit meiner Lunge tue und wo ich abends einkehre. Er soll sich aus Sachen raushalten die ihn nichts angehen!

    Da nur 15% der bayerischen Wahlberechtigten für Ausnahmen vom Rauchverbot stimmten, zeigt sich wie tolerant die restlichen RAucher sind!

  5. Harald sagt:

    Auch ich begrüße sinnvolle Volksentscheide. Dieser zum Nichtraucherschutz in Bayern hat ein für mich doch überraschendes Ergebnis gebracht. Es ist sehr erfreulich das die Mehrheit für rauchfrei gestimmt hat.

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