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Straßenhunde in der Ukraine dürfen nicht mehr getötet werden

Das Drama um die Massentötung von Straßenhunden in der Ukraine hat (vorerst) ein Ende gefunden: ab sofort dürfen Medienberichten zufolge die Tiere nicht mehr ermordet werden; stattdessen sollen Tierheime gebaut beziehungsweise eingerichtet werden.

Schöne Aussichten – allerdings kommt dieser Plan der ukrainischen Regierung für die meisten der ehemals circa 200.000 streunenden Hunde zu spät. Auf grausamste Art und Weise wurden sie aufgeschlitzt, betäubt, in fahrbaren Krematorien verbrannt und sogar lebendig in Massengräbern begraben – so lauten übereinstimmende Medienberichte verschiedenster Nationen. Fakt ist, dass auf ukrainischen Straßen kaum noch streunende Hunde zu sehen sind, und dass die Tiere alle spontan eines natürlichen Todes gestorben sein könnten, ist mehr als unwahrscheinlich.

Grund für die Massentötung ist die im kommenden Jahr stattfindende Fußball-Europameisterschaft in Polen und der Ukraine. Ausländischen Besuchern sollte ein schönes, sauberes Straßen- beziehungsweise Stadtbild geboten werden, in welches streunende Hunde nach Meinung der Verantwortlichen nicht gepasst hätten. Diese Einstellung hat leider schon Tradition. Bereits 2004, im Vorfeld der Olympischen Spiele, hat Athen ebensolche Tötungsaktionen durchgeführt; 2008 (Olympia) Peking auch.

Ich persönlich kann zwar keinen Grund erkennen, warum Tiere, die schon ewig so leben, einer sportlichen Großveranstaltung im Weg sein sollen, aber offenbar sehen die Veranstalter dies anders. Wie dem auch sei: die Massenermordung der Straßenhunde in der Ukraine hat für weltweite Empörung und Proteste gesorgt, nicht nur von Seiten diverser Tierschutzorganisationen. Auf sozialen Netzwerken wie Facebook wurde sogar zum Boykott der EM aufgerufen.

Offensichtlich wurde der Druck der Öffentlichkeit zu groß auf die ukrainische Regierung – mit sofortiger Wirkung dürfen seit vergangenem Donnerstag keine Hunde mehr ermordet werden. Wohl um ein Zeichen zu setzen, wurde auch gleich ein 19-Jähriger verhaftet weil er ganz besonders grausam die Hunde aufgeschlitzt hatte…

Die Entscheidung, die Tötungen zu stoppen, löst in mir widersprüchliche Gefühle aus. Natürlich freue ich mich, dass wohl die letzten übrig gebliebenen Streunet überleben dürfen; klar. Allerdings finde ich, dass dieses Tötungsverbot viel zu spät ausgesprochen worden ist. Jetzt, wo kaum noch Hunde übrig und die Straßen mehr oder weniger „sauber“ sind, stellen sich die ukrainischen Politiker demonstrativ als Tierschützer und –beschützer hin, richten Tierheime ein und bestrafen Hundemörder. Alle Welt kann sehen, wie (tier-) lieb sie sind… Aber warum haben sie genau dieses Verhalten nicht an den Tag gelegt, als vor einigen Wochen das Massenmorden begann? Warum mussten erst so viele Hunde einen grausamen und sinnlosen Tod sterben, bis die Herren Politiker tätig wurden? Es kursiert ja sogar das Gerücht, dass der Bürgermeister von Kiew für jeden toten Hund ein Kopfgeld von 25,- € gezahlt hat…

Auf mich wirkt diese plötzliche Tierliebe der Politiker wie eine Farce. Ich würde es sehr begrüßen, wenn besagte Politiker, die bis dato so diskret ihre Augen vor der Massentötung von Straßenhunden verschlossen haben, obwohl diese seit Wochen bekannt ist, ebenfalls bestraft werden würden… Darüber hinaus dürfte kein Tourist zur EM in die Ukraine reisen und dort Geld ausgeben – nur zu den Spielen nach Polen. Denn dass dort ebenso mit streunenden Tieren verfahren wird, ist nicht bekannt…

 

6 Kommentare

  1. D.Mikerevic sagt:

    Ich finde das krank das ist eine sucht das kann man nicht so leicht aufhörend, ich hoffe nur das es den tieren gut geht ich finde wie die hunde geleidet haben so sollten auch die menschen leiden das ist gerecht… hoffenlich hört das auf .. ( scheiß Fußball )

  2. Man sollte all diese Leute die Hunde dort erschießen selber erschießen! Nein man sollte sie anschießen und qualvoll zugrunde gehen lassen!Ich bekomme richtigen Hass wenn ich solche Meldungen lese! Es geht mir nicht in den Kopf das es Menschen gibt die so etwas tun! Langsam muss das doch mal ein Ende haben!

  3. Boris sagt:

    Alles nur Lügen ,das wird immer und immer weiter gehn diese Psyhopaten sind süchtig fürs Töten. einfach nur Traurig und Abartig!!! eine schande für die Welt!

  4. John sagt:

    Bleibt nur zu hoffen das man sich auch daran hält.

  5. R. Quere sagt:

    Diese Meldung ist schlichtweg falsch! Und bereits am Donnerstag, den 17.11.11 schon wieder dementiert worden.

  6. Anja Günther sagt:

    Das sind gute Neuigkeiten aber glauben kann ich es nicht. Ich lebe im Ausland und auch hier werden immer wieder „reinigungs Aktionen“ durchgeführt…nicht mehr offiziell aber es wurde niemals wirklich aufgehört…..
    jetzt müsste sofort mit dem kastrieren der Tiere angefangen werden!!!!!!!!!!!!

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