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Tiger drohen auszusterben!

Eigentlich wollte ich Euch einen ganz besonders beeindruckenden TV-Spot als „Spot der Woche“ vorstellen. Allerdings ist die Geschichte, die dahintersteckt, so traurig, dass ich darüber wesentlich mehr schreiben muss, als ursprünglich vorgesehen war.
Wie Ihr alle sicher schon irgendwann einmal gehört habt, nimmt die Population der freilebenden Tiger immer mehr ab. Gab es vor 100 Jahren noch circa 100.000, so sind es heute gerade mal 3.200. Dies bedeutet, dass mehr Tiere in Gefangenschaft (beispielsweise in Zoos) leben als in freier Wildbahn. Und die Tendenz ist weiter abnehmend, so dass zu befürchten ist, dass diese stolzen Tiere bald ausgestorben sein werden. Von ursprünglich neun Unterarten sind nur noch sechs vorhanden.
Wer trägt Schuld an diesem Desaster? Natürlich wieder mal wir Menschen, denn durch unser Verhalten haben die Tiger 93 % ihres ursprünglichen Lebensraumes verloren. Die Großkatzen bevorzugen Tropenwälder bzw. immergrüne Wälder mit dichter Vegetation, wobei die Nähe zum Wasser und zu ihrer Beute (Hirsche, Wildrinder und -schweine) wichtig ist. Diese Waldgebiete werden gerodet, um sie land- und forstwirtschaftlich nutzen zu können bzw. um das Holz zu verkaufen. In den verbliebenen Gebieten leben die Tiger in sogenannten Habitaten viel zu weit voneinander entfernt und durch tigerfeindliches Gelände wie Städte getrennt, um zueinander zu finden – die natürliche Fortpflanzung zwischen Mitgliedern verschiedener Gruppen ist also so gut wie unmöglich. Aber nicht nur der Wegfall ihres Lebensraumes, sondern auch die Wilderei stellt eine große Gefahr für die Tiger dar. Tigerprodukte sind insbesondere im asiatischen Raum sehr begehrt, ob nun ihr Fell, ihre Zähne oder ihre Innereien, ihre Hoden und ihr Penis (für medizinische Zwecke, da angeblich eine große Heilkraft in diesen Organen steckt). Skrupellose Wilderer nehmen da natürlich keine Rücksicht auf irgendwelche Populationszahlen oder auf vom Aussterben bedrohte Tierarten, sondern denken nur an eines: an ihren Profit. So sind die Tiger in vielen ihrer ursprünglichen Heimatländer überhaupt nicht mehr vertreten; in manchen anderen halt nur noch in ganz geringer Anzahl.
Die Zukunftsaussichten sind also alles andere als rosig für die Tiger, und deswegen muss gehandelt werden. Der WWF (World Wide Fund For Nature), eine der größten internationalen Naturschutzorganisationen, wurde 1961 in der Schweiz gegründet. Heutzutage sind in mehr als 100 Ländern über 2.000 Natur- und Umweltschutzprojekte am Laufen. Bereits seit 1966 gibt es in allen Tigerverbreitungsstaaten (China, Osten Russlands, Sumatra, Süd-Ost-Asien) 35 Projekte, die dazu dienen, den Tiger vor dem Aussterben zu retten. Der WWF hat es sich zum Ziel gesetzt, bis zum nächsten „Jahr des Tigers“ (alle 12 Jahre laut dem chinesischen Horoskop) im Jahr 2022 die Population der freilebenden Tiger zu verdoppeln. Je nach Situation geschieht dies auf verschiedene Art und Weise:

  • Wildhüter werden eingesetzt
  • Schutzgebiete (Habitate) werden miteinander verbunden
  • Verhandlungen mit der Papierindustrie werden geführt mit der Bitte, keinen Raubbau mehr an Tropenwäldern zu betreiben
  • Zusammenarbeit mit der einheimischen Bevölkerung
  • Aufklärung der einheimischen Bevölkerung (Wissen über Tiger)

Aktuell ist besonders Hilfe für den Amur-, den Sumatra- und den Indonesischen Tiger nötig. Mit seinen Werbespots wirbt der WWF sehr eindrucksvoll für das Leben der Tiger:

Man sieht, wie die Zeit für die Tiger abläuft und wie die Großkatzen ums Überleben kämpfen. Die majestätischen Bilder machen dem Zuschauer deutlich, was für ein schwerer Verlust es wäre, wenn diese Tiere ein für alle Mal von uns gegangen sein werden.
Der zweite Spot ist noch ein wenig trauriger, weil er mithilfe von Babytigern auf das Schicksal dieser Katzen aufmerksam macht:

“Zum Aussterben geboren?” Das darf ja wohl auf gar keinen Fall geschehen und ich denke, wir sollten alle unser Möglichstes tun, um ein Aussterben zu verhindern. Da wir ja wohl kaum in die Tigerverbreitungsgebiete fahren und bei den Hilfsprojekten aktiv mitarbeiten können, bleibt nur eine Geldspende oder eine Tigerpatenschaft übrig. Von daher finde ich die im Spot aufgeführte Spendenmöglichkeit sehr gut: eine SMS mit „TIGER“ an 81190 senden, und 5,- € werden automatisch mit der nächsten Handyrechnung abgebucht. Davon gehen 4,83 € direkt an die Tigerprojekte des WWF. Ich finde das sehr praktisch, weil man so nicht extra zur Bank rennen und einen Überweisungsträger ausfüllen muss, sondern quasi direkt vom Sofa aus spenden kann. Ich hab´s getan, und ich werde es wieder tun. Wenn ich bedenke, wie viel Geld ich einerseits ständig für sinnloses Zeug wie beispielsweise Browsergames ausgebe, während auf der anderen Seite die Deadline für die Tiger läuft, bin ich persönlich sehr beschämt. Von jetzt an werde ich, anstatt Echtgeld in dieses Games zu investieren, den Erhalt der Tiger unterstützen, und meiner Meinung nach sollte das jeder tun, der finanziell dazu in der Lage ist. Schließlich handelt es sich dabei um ein globales Problem…
Nein, wir können die Welt nicht retten, aber vielleicht ein kleines Stück davon – und das sollten wir versuchen.
Mehr über den WWF, seine Arbeit und seine Projekte findet Ihr hier.

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