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Verkehrssünden im Ausland werden bald auch in Deutschland verfolgt

Wer im Ausland einen Verstoß gegen die Verkehrsregeln begeht, konnte bisher dafür in Deutschland nicht bestraft werden. Geldbußen, die vor Ort verhängt wurden, mussten schon sofort beglichen werden. Aber für Falschparken oder zu schnelles Fahren, dass nicht an Ort und Stelle abgerechnet wurde, wurde meistens nichts bezahlt, weil über die Grenzen der bereisten Länder hinaus der Übeltäter nicht verfolgt werden konnte.

Nur mit Österreich hat Deutschland ein Abkommen, dass unserem Nachbarland die Weiterverfolgung erlaubt. Wir haben dies letztes Jahr erfahren, als wir beim Befahren eines schraffierten Fahrbahnteiles geblitzt wurden und dafür stolze 54€ bezahlen mussten.

Ab Oktober 2010 wird sich dieser Zustand aber ändern. Ab dann werden sich die EU- Grenzen auch für ausländische Behörden öffnen, die Geldbeträge für Ordnungswidrigkeiten eintreiben. Es ist vorgesehen, dass der Betrag dabei 70€ überschreiten muss. Da viele Verkehrssünden im Ausland mit einer deutlich höheren Strafe belegt sind als hierzulande, kommt man da aber schnell drüber.

In Spanien kann eine Geschwindigkeitsüberschreitung von 20km/h bis zu 300€ kosten, das Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung 200€. In Italien kann Letzteres sogar bis zu über 600€ teuer werden. In Griechenland sollte man sich gut überlegen, ob man im Überholverbot überholt. Dort könnten 300€ und mehr dafür fällig werden. Auch in Norwegen sind die Bußgelder sehr hoch. Dreistellige Beträge sind die Regel und nicht die Ausnahme.

Dagegen kommen mir die Knöllchen in Deutschland geradezu preiswert vor.

Sollte die EU es allerdings irgendwann schaffen, die Bußgeldkataloge ihrer Mitgliedsstaaten zu vereinheitlichen, dann wird es wahrscheinlich in Zukunft ratsam sein, sich ganz strikt an die Vorschriften zu halten.

Die Höhe einer Monatsmiete dafür zu berappen, dass man den Fuß nicht vom Gas genommen hat, ist schon ziemlich bitter.

Was man als Autofahrer in Österreich unbedingt noch wissen sollte: Dort ist man automatisch Organspender. Wer das nicht sein möchte, sollte ein entsprechendes Schreiben mit sich führen.

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