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Warum „Jägermeister“ zukünftig „Waldmeister“ heißen sollte… (wenn es nach PETA ginge)

PETA ist eine der größten Tierschutzorganisationen weltweit, von der ich im Allgemeinen sehr viel halte. Sie setzt sich unter anderem gegen Massentierhaltung ein, gegen Tierversuche, Angeln, Hunde- und Hahnenkämpfe. Legendär sind auch ihre Kampagnen, mit denen sie gegen Pelztierhaltung protestieren. Alles in allem eine Tierschutzorganisation, die ich für ihr Engagement und ihre sinnvollen Projekte durchaus für unterstützenswert erachten würde.

Doch was sich die Schwesterorganisation, PETA Deutschland, in der vergangenen Woche geleistet hat, lässt mich stark an deren Verstand zweifeln. Ich hoffe, es handelt sich bei ihrer Aktion nur um einen Versuch, auf sich aufmerksam zu machen, denn anders könnte ich mir ihr Verhalten nicht erklären. Also: Ihr kennt doch alle „Jägermeister“, diesen Kräuterlikör, der seit 34 Jahren seinen Namen trägt. PETA Deutschland hat den Hersteller angeschrieben und ihm den Vorschlag unterbreitet, er möge doch seinen Schnaps umbenennen. Die Begründung hierfür: Kunden könnten sich eventuell abwenden, weil sie sich mit dem negativen Image der Jäger und somit dem Produkt nicht identifizieren würden. Ihr Vorschlag wäre, den Kräuterlikör fortan „Waldmeister“ zu nennen – dagegen hätte niemand etwas. Als ich das gehört habe, konnte ich es kaum glauben. Zum einen ist Jägermeister weltweit erfolgreich, so wie er ist – sooo schlecht kann also sein Image nicht sein. Zum anderen: wieso interessiert sich PETA – eine Tierschutzorganisation!!! – für etwaige Verkaufszahlen von Spirituosenherstellern? Und drittens: „Waldmeister“ ist kein Job wie „Jäger“, sondern eine Pflanze. So könnte der Kunde leicht in die Irre geführt werden, was die Inhaltsstoffe besagten Schnapses betrifft. Also ist dieser Vorschlag in jeglicher Hinsicht mit bloßem Verstand nicht zu erklären.

Doch damit nicht genug. Auf der Jägermeister-Flasche ist das Gedicht geschrieben: „Es ist des Jägers Ehrenschild, dass er beschützt und hegt sein Wild.“ Dieser Zweizeiler ist der Tierschutzorganisation ein Dorn im Auge, denn sie schlägt vor, ihn zu ersetzen. Ein Vorschlag diesbezüglich ist auch schon gemacht worden, und zwar sollte nach Ansicht der PETA  zukünftig ein Zitat von Ex-Bundespräsident Theodor Heuss verwendet werden: „Jagd ist nur eine feige Umschreibung für besonders feigen Mord am chancenlosen Mitgeschöpf. Die Jagd ist eine Nebenform menschlicher Geisteskrankheit.“ Ein schönes Gedankengut, aber meiner Meinung nach völlig unpassend als Label für eine Spirituose bzw. generell für Lebensmittel jeglicher Art. Davon mal abgesehen, sind die Vorschläge von PETA, die im Übrigen von einer Sprecherin von Jägermeister bestätigt wurden, in sich schon unlogisch: wenn das Produkt fortan „Waldmeister“ hieße, wozu sollte dann noch das Zitat von Heuss die Flasche zieren? Es gäbe ja dann keinen Grund mehr, gegen Jäger zu hetzen, und auch keinen Bezug zwischen ihnen und dem Kräuterlikör. Mal scheuen, wie sich die Geschichte weiterentwickeln wird, denn angeblich will sich Jägermeister ja mit besagten Vorschlägen beschäftigen. Ganz ehrlich? Ich hoffe, die Firma tut es nicht, denn jedes weitere Wort darüber wäre eine wahre Verschwendung.

Laut dem DJV (Deutschen Jagdverband) ist das Image der Jäger gar nicht so schlecht, wie von der PETA behauptet wird. 80 % der Deutschen halten angeblich die Jagd für notwendig. Ich denke, dass auch hier wieder zweierlei Dinge über einen Kamm geschoren werden. Was die meisten Leute mit Sicherheit nicht negativ betrachten, ist die Hege, das heißt die Sicherung, die Pflege und den Schutz des Wildtierbestandes. Was ich – und garantiert Millionen andere Menschen auch – aber bis aufs Blut verachte, ist das sinnlose Töten von Tieren nur um des Jagens Willens, das Aufhängen von Trophäen (wie kann man stolz darauf sein, x Tiere ermordet zu haben???) und die Zurschaustellung der erlegten Tiere direkt nach der Jagd. Ich habe oft genug Bilder der erschossenen Füchse gesehen; sorgfältig in einer Reihe ausgelegt, zur Schau gestellt… Dahinter stolze Jäger in schicker Kleidung, selbstgefällig grinsend… Ein Alptraum. Dafür kann und werde ich niemals Verständnis aufbringen – was aber nicht im Mindesten bedeutet, dass ich dem Produkt „Jägermeister“ ablehnend gegenüber stehen würde, nur aufgrund des Namens…

Wie gesagt, es ist mir unerklärlich, was PETA mit dieser Aktion bezwecken möchte. Bleibt die Hoffnung, dass es sich lediglich um einen etwas verfrühten Aprilscherz handelt…

2 Kommentare

  1. Antonietta sagt:

    – Die Jagd schadet dem Gleichgewicht der Natur
    – Durch die Jagd steigt die Überpopulation der Wildscheine & andere Waldtiere immer weiter:
    – Familienverbände werden auseinandergerissen, worauf die Wildschweine mit vermehrter Fortpflanzung reagieren
    – Durch das Ausstreuen von Nahrung werden die Waldtiere angeregt sich noch mehr zu vermehren
    – Die Bejagung des Fuchses führt zur Flucht und damit zur Ausbreitung von Tollwut
    – Alle wesentlichen von der Jägerschaft genannten Gründe für die Jagd sind heute wissenschaftlich widerlegt
    – Der Jagd fallen jährlich zusätzlich ca. 400.000 Katzen und ca. 65.000 Hunde zum Opfer

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