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Werder Bremen weiter mit Verteidiger-Engpass

Nun fällt auch noch der nächste Abwehrspieler beim SV Werder Bremen aus: Der Routinier Mikael Silvestre wird wohl für längere Zeit mit einem Knorpeldefekt aus und somit ist Werder wieder oder immernoch in akuter Abwehrnot, doch Neu-Werderaner Andreas Wolf macht Hoffnung.

Mehr als die Hälfte der Abwehrspieler ist verletzt, darunter der seit langem schmerzlich vermisste Brasilianer Naldo und Nationalspieler Per Mertesacker. Zugegeben, mit Lukas Schmitz und Andreas Wolf sind schon zwei notwendige und auch sehr gute Transfers für die seit Jahren unterbesetzte linke Abwehrseite und die notvolle Innenverteidigung getätigt worden. Schmitz ist ein junger, vielversprechender Spieler, der sich in Bremen sicherlich hervorragend entwickeln wird und Wolf hat seine Qualitäten schon in einigen Saisons gezeigt als beinharter, mehr als fähiger Abwehrspieler. Doch wenn ich in den letzten Wochen mal so schaue, was für Abwehrspieler ihrenVerein wechseln in Europa, dann frage ich mich, wo denn die Verantwortlichen bei Werder sonst so hin schauen, da es sich wirklich um einige junge (größtenteils), talentierte und – vor allem bei der momentanen Lage von Werder ohne internationales Turnier wichtig – auch nicht wirklich superteure Spieler handelt.

Das größte „Versäumnis“ (will ich es gerade mal hart nennen) ist da für mich, dass der montenegrinische Nationalspieler Marko Basa für wirklich lächerlich zu nennende 1,5 Millionen € von Lokomotive Moskau zum OSC Lille wechselt. Hätte man da mit einem etwas höheren Gebot nicht intervenieren können? Sein Marktwert allein liegt ja schon bei über 3 Millionen Euro und Basa ist, wie ich finde, ein ausgezeichneter Abwehrspieler.

Das nächste Beispiel wäre der US-Amerikaner Oguchi Onyewu, der sogar ablösefrei vom AC Mailand zu Sporting Lissabon wechselt. Ebenfalls ein sehr guter Innenverteidiger mit internationaler Erfahrung, der auch auf der linken Außenbahn einsetzbar ist.

Dann zwei Beispiele für die defensive Mittelfeldposition: Einmal der vom Absteiger AS Monaco zu Olympique Marseille transferierte Nicolas Nkoulou. Der Junge ist erst 21 und verdammt vielversprechend und ist für akzeptable 3,5 Millionen gewechselt oder der Serbe Ljubomir Fejsa, den sich Olympiakos Piräus für 2,5 Millionen aus Belgrad von Partizan geholt hat. Und als letztes Beispiel wäre da ein weiterer Serbe. Der rechte Verteidiger Pavle Ninkov ist auch für gerade mal eine Million Euro von Roter Stern Belgrad zum FC Toulouse nach Frankreich gegangen.

Natürlich kann man das alles nicht immer so einfach sehen, da in so einen Transfer ja viele Dinge mit hinein spielen, wie natürlich Gehaltsvorstellungen, teilweise nicht unerhebliche Handgelder und und und. Ich wünsche mir eben einfach nur, dass Allofs da weiter macht, wo er mit Transfers wie Ekici, Wolf und Schmitz aufgehört hat und den Kader in ordentlichem Maße ausbessert (und nicht nur in der Abwehr), denn es muss wirklich noch ein wenig was am Kader gemacht werden, wenn man wieder da hin will, wo man hingehört in der Bundesliga.

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