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Wolfsabende im Wisentgehege in Springe

Kennt Ihr das Wisentgehege in Springe? Dabei handelt es sich um einen Naturschutzpark, der 1928 gegründet worden ist, um das Wisent zu retten. Zum damaligen Zeitpunkt gab es lediglich 56 Tiere dieser Art; keines davon in freier Wildbahn. Bis zum Jahr 2007 wurden in Springe 310 Wisente geboren, so dass dieses Tierschutzprojekt als erfolgreich zu bezeichnen wäre.

Der Erhalt von Artenvielfalt ist bis heute ein wichtiges Thema für den Park. Inzwischen leben auf dem ca. 90 ha großen Anwesen nicht nur Wisente, sondern ca. 100 verschiedene Wildarten wie Bären, Elche, Biber, Luchse, Enten und Gänse, Greifvögel – und Wölfe. Auf dem sechs Kilometer langen Rundwanderweg kann der Besucher einige (oder mehrere) dieser Tiere entdecken. Wölfe sind für das Wisentgehege ganz besonders wichtige Bewohner. Neben den europäischen wohnen dort auch Timberwölfe, die größte Unterart der amerikanischen Grauwölfe. Früher waren sie in Nordamerika beheimatet, inzwischen auch in Kanada und dem Osten der USA – nur in Europa nicht, und schon alleine deswegen lohnt sich ein Besuch im Wisentgehege.

Um Tierliebhabern diese seltenen Tiere ein wenig näher zu bringen, haben die Verantwortlichen des Parks sich eine besondere Attraktion ausgedacht: die sogenannten „Wolfsabende“. Einmal im Monat zu vorher festgelegten Terminen treffen sich maximal 40 Personen um 17.00 Uhr, um direkten Wolfskontakt zu erhalten. Sie wandern bei hereinbrechender Dunkelheit über das Gelände des Parks, beobachten eine Waschbärenfütterung, machen einen Fackelumzug durch die Kleinraubtieranlage, sehen Eulen,… bis sie schließlich bei den vier Timberwölfen angelangt sind. Dort haben die Besucher die Gelegenheit, sich diese stolzen Tiere ganz aus der Nähe anzusehen. Wichtig für die Wolfsliebhaber: Bitte unbedingt vorher anmelden! Durch die begrenzte Teilnehmerzahl sind die Wanderungen schnell ausgebucht. Also bitte rechtzeitig reservieren. Termine und weitere Infos erhaltet Ihr hier.

Wer den edlen Timberwölfen noch etwas näher kommen möchte, der kann sich als „Wolfspfleger auf Zeit“ einstellen lassen. Drei Stunden lang hat man dann die Möglichkeit, sich intensiv um „seinen“ Wolf zu kümmern und sämtliche Tätigkeiten zu verrichten, die ein Tierpfleger auch erledigt (ja, dazu gehört auch das Ausmisten!!!). Ganz billig ist der Spaß zwar nicht (150,- €/ 3 Std.), aber ich finde, das ist die Sache wert. Mal ehrlich: wer kann schon wahrheitsgemäß von sich behaupten, einen Wolf versorgt (und vielleicht sogar gefüttert?) zu haben? Außerdem ist das Geld ja für einen guten Zweck und kommt ausschließlich wieder dem Park zugute.

Also ich möchte auf jeden Fall mal so einen Wolfsabend mitmachen. Mal scheuen, ob diese Tiere wirklich so beeindruckend sind, wie erzählt wird. Auf jeden Fall ist eine derartige Veranstaltung eine schöne Sache und sehr einzigartig hier in der Umgebung. Ich bin wirklich gespannt, ob meine Erwartungen erfüllt werden…

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